Three Chord Society – Anchors Aweigh! (Review)

Zur Einordnung eines Band-Sounds ist es ja immer ganz schön, wenn man ein bißchen Namedropping mit den ganz großen des Genres veranstaltet. Da weiß der Leser gleich worum es geht. Andererseits wird das dem eigenen künstlerischen Output und Anspruch der Band, um die es geht, natürlich nicht ganz gerecht. Ich mach’s hier aber trotzdem: Nehmt das Beste von Billy Talent, blink-182, Millencolin, American Hi-Fi und den Beatsteaks und wirbelt das dann ordentlich durch. Raus kommen Three Chord Society aus der Nähe von Hamburg.

Mit „Anchors Aweigh!“ haben sie dieses Jahr ihr bereits drittes Album rausgehauen. Shame on me, dass ich von der Band noch nie zuvor gehört habe. Wenn die alten Alben auch nur annähernd diese Melodic-Punkrock-Frische zu bieten haben, wie dieses Werk, habe ich eine neue Lieblingsband! Der Einstieg ins Album ist grandios gelungen. Mit dem Titelsong und vor allem dem absoluten Übersong „Good Riddance“. Spielfreude, Power … Richtig geile Hymnen, nicht zu glattgebügelt mit kraftvoller Stimme, tollen Hooks und eingängigen Refrains. Das allerbeste ist aber: Mit „Blocks Blinders und „The Pledge“ sind noch mehr Lieder dieser Qualität auf dem Album.

Zugegeben: Es gibt Songs, die das ganz hohe Hit-Niveau nicht mitbringen. „In Reverse“, „One Finger Salute“ oder „Gone Astray“. … da fehlt mir der allerletzte Funke und das Ohrwurmpotenzial. Dass Three Chord Society auch etwas ruhigere Hits drauf haben, zeigt das tolle „Broken Fingers“. Eigentlich stehe ich auch auf Songs, die sich ganz langsam zum Höhepunkt hinschleichen und immer größer werden. Bei „All There Is“ funktioniert das leider nicht, der Gesang ist mir hier schlicht zu opulent. Grundsätzlich hat der Stimme aber eine echt geile Stimme. Da wird mir sicherlich jeder zustimmen!

Bereits vor Erscheinen des Albums konnte man den Song „The Whitest Lie“ hören (gab auch ein Video davon). Auch der Song ist ziemlich catchy, der Refrain ist für mich allerdings eher einer der schwächeren auf dem Album. Wer den Song also nicht so richtig aufsaugen konnte, darf der Band trotzdem noch mal eine Chance geben. Leider geht dem Album dann ganz zum Schluss doch noch ein wenig die Puste aus. Nach einem Großteil der Songs würde sich aber fast jede Band aus der seit Jahren anhaltenden Poppunk/Melodicpunk Schwemme die Lippen lecken.

Highlights:
Good Riddance
Blocks Blinders
The Pledge
Broken Fingers
Anchors Aweigh

Lowlights:
In Reverse
Gone Astray

Fazit: Melodic Punkrock at its best!

Christopher sagt: 8p  (8 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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