Teenage Bottlerocket – Tales From Wyoming

Als ich das Album „Tales From Wyoming“ das erste Mal angemacht habe, wäre ich fast wegpustet worden. „In My Head“ knallt es da aus den Boxen. In knappen 90 Sekunden fetzen Teenage Bottlerocket einem das erste Stück um die Ohren. Sehr geil. Wäre doch bloß die restlichen 13 Lieder auch so wuchtig.

Doch bereits bei den nächsten Songs, geht es mir leider einen kleinen Ticken zu gemächlich zu. Die besonders romantische Liebeserklärung „I found the one“ und auch die ganz witzige Metallica-Referenz „Nothing else matters (when i’m with you)“ sind zwar okay, aber keine Überflieger. Nach dem Knalleffekt zu Beginn herrscht bei mir leider ein Stück weit Ernüchterung.

Erst „Dead Saturday“ kann mich wieder versöhnen. Stark sind die Jungs meist, wenn sie sich vom Pop-Punk so weit wie möglich entfernen und sich grober geben. Die schnelleren Songs, wie „La Collina“ und der wildeste Songs des Albums, „I Wanna Die“, funktionieren bei mir noch am besten – das leicht wirre „Bullshit“ hingegen nicht (an dieser Stelle ein Hoch auf positive und lebensbejahende Songtitel 😀 ).

Die Krönung wäre jedoch eine gesunde Mischung aus den angesprochenen schnellen Songs und Songs wie „Can’t Quit You“, „Haunted House“ oder „Been To Long“ gewesen. So sind das aber halt „nur“ solide Songs, die du zwar problemlos mal in einer Playlist unterbringen kannst. Aber der entscheidende Funke springt einfach nicht über. Auch die schnelleren Songs sind dann in letzter Konsequenz eben keine richtigen Knaller. Es fehlen schlicht die Hits, die das Album besonders machen würden. Da hilft auch die Akustik-Ballade „First Time“ zum Abschluss nicht mehr viel. Trotzdem bleiben mit „In My Head“ und „La Collina“ immerhin zwei Songs länger im Ohr hängen.

 

Highlights:
In My Head
La Collina
Been To Long

Lowlights:
Cockroach Strikes Again
TV Set

Fazit:
Mit ihrem 6. Album liefern Teenage Bottlerocket leider nur solide Kost ab.

Christopher sagt: 5p  (5 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

1 Response

  1. 17. April 2015

    […] wenn das aktuelle Album “Tales From Wyoming” von Teenage Bottlerocket vor kurzem keine sonderlich hohe Wertung einheimsen konnte: Ein […]

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