Saturday’s Heroes – Hometown Serenade (Review)

Saturday’s Heroes machen astreinen Punkrock (mal rockig, malmelodisch, mal hart, mal folkig) und landen damit je nach Song im Dunstkreis der Dropkick Murphys, Rancid oder auch mal Bad Religion und Millencolin. Kein Wunder also, dass ich einiges auf „Hometown Serenade“ wahrhaftig großartig finde!

Das Album mit seinen 15 Songs ist äußerst abwechslungsreich geworden. Tolle Hooks, Mitgröhl-Refrains, unheimlich catchy, wilde Gitarren, treibender Sound – anderseits aber auch zwischendurch immer mal wieder eine etwas ruhigere Seite. Da kann man ruhig mal die vollen 56 Minuten in’s Album investieren und wird garantiert nicht enttäuscht sein.

Der Einstieg ist wuchtig. „Damned Generation“ und „Johnny’s Words“ halten sich nicht lange mit Geplänkel auf, sondern sind schlicht astreiner Melodypunk. Der Titeltrack „Hometown Serenade“ hat zwar nicht ganz die Power der Opener, der mehrstimmige Gesang passt aber super zur Hymne auf die Heimatstadt. Bei „Bleeding Eyes“ denke ich das erste Mal an Bad Religion. Auch nicht das schlechteste Prädikat, das man einheimsen kann.

„Calming Waters „beginnt als astreine Ballade, startet dann im Verlauf aber noch gut durch. „The Watering Hole“ hat einen ungemein eingägigen Refrain, ist sonst aber etwas schwächer als die vorigen Songs. In der Mitte des Albums gibt es auch so einen kleinen Hänger. Man kann „Freedom“, „Break My Bones“ und die anderen Songs zwar auch richtig gut hören, aber der Funke springt bei mir nicht vollends über.

Spätestens beim grandiosen „Kings Of Burning Hill“ ist aber alles wieder in bester Ordnung. Der Song macht richtig Laune. Da stimmt alles. Intro, Chor-Refrain … so richtig zum in die Armen nehmen und alles raus brüllen. Herrlich. Da lässt man sich betrunken vor Freude auch noch durch die weiteren Tracks des Albums führen, ohne allzu kritisch zu werden. Auch auf das überlange „My Life Back“ lasse ich mich da gerne ein.

Besonders innovativ ist das auf Hometown Serenade gebotene sicher nicht. Streetpunk mit Rock- und Folk-Einschlag kennt man aus Schweden und vor allem von Amerikas Ostküste zur Genüge. Auch den Lyric-Preis werden sie nicht bekommen. Aber verdammt noch mal: Fuck it. Ein Großteil der Songs macht richtig Laune. Und nur das zählt. Well done, Saturday’s Heroes, well done!

Highlights:
Kings Of Burning Hill
Bleeding Eyes
Johnny’s Words
Damned Generation

Lowlights:
The Watering Hole
Break My Bones
Ich hab die Band Anfang Oktober in Hannover verpasst. Grmpf …

Fazit: Was Saturday’s Heroes auf diesem Album an geilen Streetpunk Hymnen abliefern, schaffen andere in zehn Veröffentlichungen nicht.

Christopher sagt: 8p  (8 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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