Review: This City – We were like sharks

Die Engländer sind ja für so einiges bekannt. Sie können keine Elfmeter schießen, sie trinken merkwürdiges Bier und legen Würstchen, Bohnen und Spiegeleier zusammen auf einen Teller und finden das auch noch super. Ein komisches Völkchen. Wenn es aber um Musik geht sind die Engländer immer ganz vorne mit dabei. Der Brit-Pop ist aus den Charts nicht mehr wegzudenken und auch sonst kommt viel Neues und experimentierfreudiges oft von der Insel. Und als neu und eben erfrischend anders kann man auch die Band „This City“ aus Brighton beschreiben die mit „We were like sharks“ ihr Debütalbum abliefern.

Den eigenen Sound nennen sie tanzbaren Hardcore. Was im ersten Moment bei mir für totale Verwirrung sorgte macht beim genauen hinhören richtig Laune und das Konzept geht vollkommen auf. Mehr sogar, es weiß absolut zu begeistern.

Mit einer Energie, die mich an das erste Billy Talent-Album denken lässt, hämmern „This City“ gleich mal mit „We move“ und „Black and blue“ zwei Song mit absoluter Durchdreh-Garantie raus. Richtig geiler tanzbarer Rhythmus trifft hier auf aggressiven Schreigesang. Da bleiben eigentlich keine Fragen offen. Wer hier alle Körperteile ruhig halten kann befindet sich im Wachkoma und hat es noch nicht gemerkt.

In die gleiche Richtung gehen Songs wie „Colours“, „With loaded guns“ und „Kids with fireworks“. This City haben wirklich ein gutes Näschen für schöne Melodien und große Momente die zum Ausrasten einladen.

Auf dem Album sind insgesamt zehn Tracks. Das sind nicht unbedingt eine Menge aber dafür erspart sich die Bands einfach ein Intro und leistet sich keinen Aussetzer. Hier gibt’s es durchweg gute 37 Minuten richtig was auf die Ohren.

Aber auch etwas ruhigere Töne können die Jungs wunderbar verpacken wie bei „Romantic“ und „Picture this“. Diese fallen teilweise sogar ins poppige ab. Macht hier aber nichts. Das passt einfach und es sind nur kleine Verschnaufpausen auf dem Weg in einen arschaufreissenden Refrain. Da höre ich auch gerne mal ein wenig Pop.

Kritikpunkte sind wirklich spärlich gesäht. Was ein wenig nervt sind lange künstliche Pausen innerhalb der Lieder. Ganz schlimm ist es bei „Black and blue“ der ohne diese Pause der beste Song des Albums wäre. So haben wir leider 3 Weltklasse-Minuten und eine Kreisklassen-Minute. Macht einfach keinen Sinn. Da kann man eigentlich nur von ausgehen, dass ordentlich Zeitdruck für die Veröffentlichung herrschte. Vielleicht deshalb auch nur zehn Songs. Macht einfach drei Songs mehr und haltet diese aber kompakt. Naja man kann nicht alles haben.

Trotzdem ist „This City“ eine verdammt schöne positive Überraschung für mich.

Hightlights:
We move
Black and blue
Colours
Tanzbarer Hardcore, klingt komisch? Geht voll ab!

Lowlights:
Nur 10 Tracks
Künstliche Pausen innerhalb der Tracks nerven

Fazit:
Die Jungs sind wirklich gefährlich angriffslustig wie Haie.

Manuel sagt:
(8 von 10 Punkten)
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Manuel

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