Review: The Briggs – Come all you madmen

The Briggs sind eine Punkband aus Los Angeles. Gegründet wurde sie im Jahre 2001 von den Brüdern Joey und Jason LaRocca. Bekanntheit erreichten sie durch mehrere Auftritte bei der Vans Warped Tour und als Vorband von Genregrößen wie Flogging Molly, Dropkick Murphys, Bad Religion und Millencolin. Nach den bisher veröffentlichten Full-lenght-Alben „Is that what you believe“, „Numbers“ und „Back to higher ground“ richte ich hier den Blick auf das bisher letzte veröffentlichte Album „Come all you Madmen!“ von 2008.

Heftig! Was mir hier an treibenden Beat beim Opener „Madmen“ ins Mark gepresst wird ist echt aller Ehren wert. Genauso, und zwar genauso, stelle ich mir den Appetithappen für die kommenden Minuten vor. Bei „Madmen“ stimmt einfach alles. Das Ding geht ins Ohr, dann in den Fuß und schließlich in die Faust, die sich dann gen Himmel streckt und von einem lauten „Come all you madmen join in the sound, ´til they put us underground!“ begleitet wird.Verdammt großes Tennis was die Briggs hier zur Einstimmung abliefern. Für mich ist „Madmen“ der Pete Sampras der Albumeröffnungen.

The Briggs wissen zu begeistern wenn sie richtig Gas geben. Die Liebeserklärung an ihren Heimatort „This is L.A.“, die Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung „What was I thinking?“ und die erste Auskopplung „Charge into the sun“ gehen rigoros ab und direkt in den Schädel. Hier wird astreiner Street-Punk, begleitet durch zwei außergewöhnliche Stimmen der Gebrüder LaRocca, geboten.

Neben „This is L.A.“ gibt es noch eine weitere kleine Hymne im Punk-Rucksack. „Not alone“ baut sich langsam auf um dann in einem Mitgröhl-Refrain allererster Klasse seinen Höhepunkt zu finden. Das Ding funktioniert vor allem live ziemlich gut. Ich durfte das im Vorprogramm von Millencolin in Hamburg bereits erleben.

Klingt Weltklasse bisher was? Es ist ja fast schon klar, dass nun ein „aber“ kommen muss.

Beim letzten Abschnitt der CD geht die Qualität und vor allem der Druck langsam aber sicher den Bach runter. Eingeleitet wird dies durch das ruhige „Oblivion“. Das ist noch recht okey, wie auch das folgende „Until someone gets hurt“, aber sie reichen nicht mehr an die Songs vor ihnen ran. Und danach wird’s zappenduster. „Final words“ ist so langsam und träge, dass es fast rückwärts läuft. Der Text zieht den Song noch aus der Belanglosigkeit heraus aber retten kann er ihn nicht. Und was man sich beim Rausschmeisser „Molly“ gedacht hat, wissen wohl nur die Jungs selber. Überflüssig, und somit leider ein nicht wirklich gelungener Abschluss eines ansonsten richtig guten Albums.

Higlights:
Madmen
Charge into the sun
Die Stimmen von Joey und Jason LaRocca

Lowlights:
Molly

Fazit:
Feinster Punk-Rock aus dem Herzen Los Angeles.

Manuel sagt:
(8 von 10 Punkten)
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Manuel

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