Review: Sum41 – Screaming bloody murder

Die Vorzeichen für das neue Sum41-Album „Screaming bloody murder“ standen schon ziemlich schlecht. Hatte doch unsere gute Avril Lavigne den Frontmann von Sum41 Deryk Whibley 2009 verlassen. In beiderseitigem Einvernehmen, so lautete zumindest das offizielle Statement. Wenn man „Screaming bloody murder“ hört möchte man aber eher annehmen, dass Avril ihn mit seinen Bandkollegen betrogen hätte. Denn Deryck´s Traurigkeit und Verbitterung kann man fast jedem Song des Albums entnehmen. Ein Zustand, der einem Sum41-Album mal so gar nicht gut tut…

Was ist noch unwahrscheinlicher als 6 Richtige aus 49 zu haben? Ich sag es euch! Nur einen verdammten guten Song auf einem Album bestehend aus 14 Songs zu haben, während auf dem Albumcover der Schriftzug von Sum41 zu sehen ist. Es ist wirklich so. Noch einmal eben nachprüfen. Ja es ist tatsächlich ein Sum41-Album. Merken tut man das aber nur noch an „Jessica Kill“. Dies ist die einzige Punk-Rock-Rose in einem riesigen Feld von Jammer-Pop-Jauche.

Was zum Teufel hat Avril dem guten Deryck angetan? Nix mehr mit Punk-Rock und leichten Metaleinflüssen! Außer bei dem großartigen „Jessica Kill“, weint, jammert, heult, schnieft und schnufft sich Whibley durch das komplette Album. Und das ist einfach nur grausam, öde und nervig. Am Anfang war ich wirklich noch berührt und dachte mir, dass die Traurigkeit nach 1-2 Songs aufgebraucht sein müsste. Eine halbe Stunde später wollte ich Deryck aber eigentlich nur noch eine klatschen. Einfach damit er mal aufwacht! Schlimm wenn die Frau abhaut, klar! Aber noch schlimmer ist es, wenn die Ex demnächst CDs aufnimmt, die besser klingen als die von Sum41. Ein Glück, dass Frau Lavigne selbst auch immer ätzender wird.

Es gibt eine schier endlose Palette an schlechten Balladen und überflüssigen, weil nicht stimmigen Müll-Songs auf „Screaming bloody murder“. Während „Time for you to go“ noch geradeso durchgeht und „Reason to believe“ und „What am I to say“ einfach nur langweilen, wird das ganze Album mit „Happiness Maschine, „Crash“, „Baby you wanna know“ und einigen weiteren Tracks echt zum schlechten Witz. Die lahmen Songs geben sich schön die Klinke in die Hand. Da ist nichts mehr, aber auch echt nichts mehr von den guten alten Sums zu hören. Für so einen Rotz gehört man zu „The Dome“. Die gerechte Strafe hierfür wären tausende kreischende kleine Mädchen.

Sollte man das Ende des Albums noch erleben, also nicht eingeschlafen sein oder die CD zerbrochen haben, so drückt einem der „Exit song“ noch ein Musik gewordenes Taschentuch aus Omas Rock zum „Lebewohl“ in die Hand. Wahrscheinlich um die ganzen Tränen wegzutupfen. Ich brauche es leider nur um mir das Erbrochene aus den Mundwinkeln zu wischen.

Hier gibt’s noch hauchdünne 4 Punkte, aber auch nur weil es ja auch noch Musik auf dieser Welt gibt, die sich gar nicht Musik nennen dürfte. Sum41 macht wenigstens phasenweise noch Musik. Trotzdem ist dieses Album eine einzige und unheimlich traurige Enttäuschung.

Highlights:
Jessica Kill

Lowlights:
Der Rest des Albums

Fazit:
Klingt so grausam, wie sich Trennungsschmerz anfühlt!

Manuel sagt:
(4 von 10 Punkten)
Die Leser sagen:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (6 votes, average: 7,83 out of 10)

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Manuel

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3 Responses

  1. Georg sagt:

    Also hier sind ja ab und zu echt ganz gute Rezessionen, aber was zur Hölle ist DAS?? O_O Das ist nicht objektiv, nicht gut aufgenommen, nicht gut geprüft. DAS ist Müll!! Vielleicht nicht das beste, aber auf jeden Fall eines der besten Alben das überhaupt je aufgenommen wurde – nur weil mal ein bisschen Musik vorkommt die nicht 100% dem „Tester“ gefällt – das ist schlicht unprofessionell bewertet! Das Album ist extrem super. Bei mir sicher schon hundert mal abgespielt.

    Hier fehlen einem tatsächlich schlicht die Worte. Zumindest ruhige, denn Beschimpfungen gehen mir gerade viele durch den Kopf. Aber jedem seien Meinung, nur auf einer solchen Website ist das tatsächlich erbärmlich. *Kopfschüttel

  2. Manuel sagt:

    Moin Georg.

    Erstmal Danke für die Kritik.

    Tatsächslich war ich über dieses Review etwas erschrocken, als ich etwas Abstand davon hatte.

    Ich habe mich hier etwas in Rage geschrieben und wurde mehr als deutlich um meiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen.

    Für mich ist das Album einfach gar nix. Ich habe es seit diesem Tage auch nicht mehr angeschaut. Das sagt wohl alles.

    Dies ist keine professionelle Test-Seite, sondern Reviews aus meiner bzw. Christophers und Johanns Sicht. Ich bewerte stets nur das was ich fühle, da ich gar keine anderen Bewertungspunkte habe (spiele weder ein Instrument, kann keine Noten, etc.). In diesem Fall fühlte ich mich einfach nur enttäuscht und wollte das auch gewollt (völlig überzogen) zum Ausdruck bringen.

    Über die Wortwahl kann man sicher streiten, aber so wie ich in höchsten Tönen lobe (und einige Reviews mochtest du ja zum Glück scheinbar auch), so trocken mache ich auch Alben nieder, denen ich nichts abgewinnen kann. Dies ist ein Teil meines Schreibstils.

    Für schlechte Kritik bekommt man meistens schlechte Kritik. Das war schon immer so. Nehme ich aber gerne in Kauf, wenn ich auch nur eine Person dafür von Albumkauf abhalten konnte.

    Aber wie gesagt, es ist Geschmackssache, denn dies ist keine professionelle Seite. Ich kann das nur immer wieder betonen … das ist einfach nur meine Enttäuschung, zusammengefasst in einen Text, der möglichst viele davor bewahren soll auch 10€ in Sand zu setzen, weil es aus meiner Sicht ein ganz mieses Album ist.

  3. Christopher sagt:

    Das Album ist nix geworden und das musste halt auch mal laut gesagt werden 😉

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