Review: Smile And Burn – We Didn’t Even Fight Yet

Wer nicht so auf fette Punk Soundgewitter, sauber arrangierte Melodien und fetzig rauen Gesang mit teils unterstützenden Multi-Vocals steht, wird mit dem zweiten Album der Berliner Punkrocker SMILE AND BURN wohl nicht warm werden. Alle anderen werden die Band und ihren aktuellen Output bereits nach der ersten Minute nach allen Regeln der Kunst gebührend abfeiern. Und nichts anderes hat „We didn’t even fight yet“ verdient!

Dark Days Bright Nights und You’re Tied For The Lead geben den ungezügelten Startschuss für beinahe 40 Minuten grandioses Punkrockspektakel. Beide Songs drücken in punkto Spielfreude, Roughness, Power und Speed gleich vom Fleck weg mal ordentlich auf die Tube. Hört sich gut an. Kein schlechter Beginn für ein Punkrockalbum.

Leaving Harbours (Shelf-Life) schaltet einen Gang runter, geht dafür aber mit schönem Refrain direkt ins Ohr. Feiner Song. Echt jetzt. Long Night’s Fiasco ist einer der Höhepunkte des Albums. Das Gaspedal wird etwas weiter durchgetreten. Heraus kommen gelungene Arrangements und coole Vocal-Wechsel des Sängers mit dem Rest der Band. Funktioniert großartig mit der sich immer weiter aufschwingenden Soundkulisse. Geiler Song! Wen es bis jetzt noch nicht gepackt hat, dem ist nicht zu helfen. Oder doch? Thank You Ben, packt das Reibeisen aus, kommt impulsiv und leidenschaftlich daher und versucht, auch den letzten Langweiler aus der Ecke auf die Tanzfläche zu treten. Aufgewacht und mitgemacht, Freunde. Hier wird gebrettert, was das Zeug hält.

Weiter geht’s in bewährter Manier mit Shut Down, bevor mit Stadiums erstmals (etwas) langsamere Töne angeschlagen werden. Auch die stehen SMILE AND BURN sehr gut. Doch bevor man sich daran gewöhnt, folgt die nächste Punkhymne: Read The Fucking Lyrics geht straight forward, nimmt keine Gefangenen und klingt so, wie man sich das von all den arrivierten und auf ihrem Arsch sitzenden Helden der Vergangenheit heutzutage mal wieder wünschen würde. Ass-kick-song!

Nicht ganz so energiegeladen, aber dennoch erfrischend punkig geht es mit Missed Flights And Opportunities weiter. White Knuckles und das bedrohlich beginnende und dann förmlich explodierende High-Five At A Mars Bar Party (was für ein Titel!) beschließen dieses Kapitel großer Punkrock-Kunst. Ein Album, wie man es aus deutschen Landen ewig nicht gehört hat.

Highlights:
– Read The Fucking Lyrics
– Long Night’s Fiasco
– Dark Days Bright Nights

Lowlights:
– Hm, also. Naja. So richtig low ist hier nix.

Service:
Long Night’s Fiasco (Audio), Thank You, Ben (Video)

Fazit:
Ohne groß drumherum zu reden: Das Album ist ein echter Burner!

Christopher sagt:
(9 von 10 Punkten)
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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

4 Responses

  1. 24. Dezember 2012

    […] September habe ich über ein grandioses Punkalbum der Berliner Band SMILE AND BURN geschrieben. Satte 9 von 10 Punkten haben die Jungs damals von mir […]

  2. 12. Januar 2013

    […] Review: Smile And Burn – We Didn’t Even Fight Yet […]

  3. 4. Oktober 2013

    […] AND BURN richtig gerne. Denn sie haben ein tolles Album gemacht. Vor ziemlich genau einem Jahr hat We didn’t even fight yet bei uns satte 9 Punkte eingeheimst. Mit Leaving Harbours haben die Berliner jetzt das zweite Video […]

  4. 13. August 2014

    […] Ein neues Album von Smile And Burn steht in den Startlöchern. Das letzte Album der Jungs hat mich ja förmlich aus den Socken gehauen. Nun also der Nachfolger “Action […]

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