Review: New Pokerface – Another day, another religion

„Another day, another religion“ ist das zweite Album der niederländischen Punkrocker von New Pokerface, die seit 2006 ihr Unwesen im Nachbarlande treiben. Niederlande? Jo, tatsächlich mal nicht die üblichen Verdächtigen wie USA, Kanada oder Schweden, sondern einfach mal Niederlande. Man muss lange Kramen um dieses Land in Verbindung mit Punkrock bringen zu können. Enden wird man dann wohl bei den Heideroosjes, denn ansonsten will mir da wirklich nichts einfallen.

New Pokerface tendieren im Vergleich dann aber doch eher Richtung Rock mit leichten Schwänkern hin zum Punk, aber auch oft zum Pop. Im Allgemeinen klingt das alles an sich recht stimmig, laut und ab und an rockt das auch mal ganz passabel. Grade Songs wie „Polarities“ , „There´s no them“ oder das sogar ziemlich gute „A song of loss“ kann man getrost auch mal auf einer Feier spielen ohne Angst haben zu müssen die Tanzfläche zu leeren.

Dagegen stehen ziemlich öde Songs, die immer schön auf der Schwelle zum Radio-Pop á la Simple Plan oder vergleichbaren Rotz balancieren. „Heaven said“ oder „Coldest day in spring“ sind solche Rohrkrepierer, die einfach das Gleichgewicht verlieren und abstürzen.

Den großen Durchbruch haben New Pokerface mit diesem Album nicht geschafft. Verwundern tut es mich nicht. Man kann das gut und gerne mal ein oder zweimal nebenbei durchhören. Es ist nicht so, dass das alles unglaublich übel wäre, aber es ist schon arg eintönig und es gibt eigentlich kaum einen Grund wirklich öfter als nötig in das Album reinzuhorchen. Denn hierfür sind die guten Lieder nicht gut genug, die schlechten echt zu übel und der Rest einfach zu öde.

Mal ganz zu schweigen von textlichen Auffahrunfällen wie „Pleeeeeaaaaaseeeeee dont gooooo, I miiiiiisssss youuuu sooooooo ….. Griff ins Kloooooo! Wenn sowas dann den Refrain ausmacht ist das musikalischer Suizid.

New Pokerface ist ungefähr so stark wie der niederländische Vereinfussball. Auf zwei, drei Vereine muss man aufpassen, die können tatsächlich was. Der Rest aber ist nur deutsches Regionalliganiveau.

Hightlights:
A song of loss

Lowlights:
Heaven said
Coldest day in spring

Fazit:
Für die Niederlande sicher ne richtig gute Band, der Rest der Welt lacht sich aber tot…

Manuel sagt:
(5 von 10 Punkten)
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Manuel

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