Review: Less than Jake – GNV Fla

GNV Fla ist bereits das 12.Studioalbum der Ska-Punker von Less than Jake. Seit 1992 treiben sich die Lümmel bereits rum und lieferten in schöner Regelmäßigkeit unglaublich tolle Alben und absolute Partyknüller ab. Less than Jake sind ein ständiger musikalische Begleiter von mir seit dem ich dem Punk-Rock verfiel, und auch dies ist ja schon einige Jährchen her. Aber wie das nun mal so ist, es wird ja alles nicht besser mit dem Alter. Und so nehmen sich auch Less than Jake mit GNV Fla eine Auszeit in Sachen Party & Gefühl.

Wenn sich nach mehrmaligen Durchläufen einer CD auf einmal herausstellt, dass die schon Monate vorher gehörte Auskopplung, welche kaum Appetit auf das Album machte, auf einmal der mit Abstand beste Song dieser CD ist … tja dann ist Holland, oder besser Gainesville in Not. In Erklärungsnot!

„Does the lion city still roar?“ fragen Less than Jake in dieser ersten Auskopplung. Da wusste wohl schon jemand, dass die Antwort dieses Mal auch von Fans “No! It´s fuckin´boring“ lauten könnte. Denn ausser diesem Song, den ich als gut bezeichnen würde, weil ich die Band so lieb hab, ist auf GNV Fla mal gar nix vorhanden was wirklich interessant wäre. Die Bordsteine in Gainesville werden mittlerweile halt auch um 18:00 Uhr hochgeklappt.

Klar, es gibt Ska-Punk mit Bläsereinlagen, wie es sie von Less than Jake immer schon gab. Aber hier kommt das so ideenlos und unkreativ daher, dass es keinen richtigen Spaß macht den Jungs zuzuhören. Und dabei habe ich das doch früher immer so gerne getan.

Denn Less than Jake konnten eigentlich alles. Da gab es richtige Party-Prime-Timer wie „History of a boring town“ oder “Gainesville Rock City”, bei dem das Intro einem schon die Nackenhaare aufrichtete, wohl wissend was einen gleich erwartete. Da gab es Melancholie-Meilensteine wie „The Rest of my life“ oder „Look what happened“. Das waren Less than Jake, gute 15 Jahre lang für mich.

Übrig geblieben ist nicht viel. Einen echten Hit gibt es leider gar nicht mehr. Einige Songs haben weiterhin gute Ansätze, aber dabei bleibt es dann auch. Hier kann man eventuell „The space they can´t touch“ und „The state of Florida“ zuzählen. Richtig nerven tut es nie, denn es klingt immer noch nach Less than Jake, nur leider nach den schwächeren Songs der alten Alben.

Da genießt also eine weitere Kombo meiner Jugend ihren musikalischen Lebensabend. Mann macht das was man muss, nicht mehr und nicht weniger. Sei es ihnen gegönnt. Trotzdem würde ich mich von Less than Jake gerne noch mal positiv überraschen lassen … irgendwann.

Hightlights:
Does the lion city still roar?

Lowlights:
Der Spielwitz und Ideenreichtum alter Tage ist kaum mehr zu finden
Keine richtigen Hits

Fazit:
Less than Jake werden älter, so wie ich. Aber ich rocke noch, verdammte scheiße!

Manuel sagt:
(6 von 10 Punkten)
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Manuel

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1 Response

  1. 22. Januar 2013

    […] meine Herren! Das hatte ich nach der Durchschnittsware GNV Fla so gar nicht mehr erwartet von Euch. Meinen Recherchen zufolge ist Greeting and Salutations ein […]

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