Review: Jupiter Jones – Jupiter Jones

Jupiter Jones ist nicht nur der Name der englischsprachigen Originalversion vom Chef der drei ???, hierzulande Justus Jonas, sondern auch der Name einer deutschen Rockband aus der Eifel. Eine Rockband, die ganz Deutschland in den letzten Wochen mit ihrer Schmachtballade „Still“ beschallt. Im Radio, im Fernsehen, in den Charts … Jupiter Jones gehen grade kommerziell richtig nach vorne dank dieses Songs. Eigentlich nicht grade eine tolle Bewerbung um hier von mir getestet zu werden, aber ihr ahnt es sicher schon … Genau! Ich bekomme „Still“ auch nicht mehr aus dem Kopf. Also schaute ich mal was die Jungs sonst noch so können:

„Still“ ist zumindest keinesfalls der typische Jupiter-Jones-Sound. Das fällt einem doch ziemlich schnell auf. Denn eigentlich rockt die Band recht amtlich. Nach einer öden „Ansage“ rocken gleich „Hey Menetekel!“und „Immer für immer“ ganz gut los. Manche sagen sogar Jupiter Jones würden Punk-Rock machen. Früher vielleicht mal. Aber was wir hier zu hören bekommen ist sicher kein Punk-Rock, sondern Pop-Rock. Aber wenigsten Pop-Rock der besseren Sorte. Woran das liegt? Erstens Mal an den interessanten und nachdenklichen Texten und zweitens an der alles einnehmenden Stimme von Sänger Nicholas Müller. Eine Stimme, wie es sie wahrscheinlich kein zweites Mal gibt und die man sofort wiedererkennt. Das ist die große Stärke von Jupiter Jones. Selbst wenn einem die Musik an sich gar nicht so zusagt, wie in meinem Falle, hört man trotzdem gerne zu was Herr Müller so aus seinem Gefühlschaos zu berichten hat. Das ist nicht immer mitreissend, aber eigentlich immer recht interessant. Definitiv ist es aber eher ein Album zum ausruhen und Füße hochlegen als eines zum abgehen. Muss ja aber auch nicht immer verkehrt sein.

Besonderes Lob spreche ich noch für „Komm bloß nicht nach Bad Bentheim“ aus. Toller Text, toller Sound. Das Ding macht Laune. Also so richtig! Und so richtig Laune machen leider nicht alle Songs auf dem Album, was allerdings wirklich daran liegen könnte, dass es einfach nicht unbedingt meine Baustelle ist. Wer auf deutsche Bands wie Sportfreunde Stiller, Madsen, Kettcar und Selig steht, muss bei Jupiter Jones unbedingt mal rein hören. Denn den Vergleich müssen Jupiter Jones nun wirklich nicht scheuen.

Highlights:
Still
Komm bloß nicht nach Bad Bentheim
Interessante Texte
Klasse Sänger

Lowlights:
Mir oft zu poplastig
Definitiv kein Partyalbum
Manchmal echt einfach nur „zu deutsch“

Fazit:
Intelligenter Deutschrock für die Mittagsruhe

Manuel sagt:
(6 von 10 Punkten)
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Manuel

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