Review: Itchy Poopzkid – Lights out London

Wo wir doch beim letzten Review (Jennifer Rostock) schon bei miesen Bandnamen waren will ich mein nächstes Review den Männern widmen, die bei der Suche des dämlichsten Bandnamens wahrlich den Vogel abgeschossen haben. Itchy Poopzkid! Listen and repeat! Itchy Poopzkid! Naja zu Schulzeiten hieß die Band noch Nutella. Zumindest eine Verschlimmbesserung. Aber eines ist mal sicher …

Mit so einem Bandnamen musst du immer doppelt so gut sein wie andere Bands. Auch ich habe mich immer wieder erwischt von den drei Jungs aus Eislingen gar nichts hören zu wollen. Ja okey,  Itchy Poopzkid waren, als ich mich erstmals mit ihnen beschäftigte in 2004 grade mit ihrer ersten Single „Silence is killing me“ am Start … und ich habe es gehasst. Es war also ein holpriger Start für uns. Dann habe ich mich nicht mehr groß mit ihnen beschäftigt bis jetzt. In diesem Jahr erreichten einen immer wieder gute Reviews über ihr 2011er Werk „Lights out London“. Es war doch nochmal an der Zeit den Poopzkids zu lauschen, es ist immerhin Punk.

Und bereits der Opener „Why still bother?“ und „Is it on“ verdeutlichen mir, dass die Jungs sich die letzten Jahre enorm entwickelt haben. Während der Refrain „Why sill bother?“ richtig fett aus den Boxen ballert, kann „Is it on“ im Refrain mit einer abartig geilen hookline überzeugen. Das macht schon richtig Laune was die Band mit dem verbotenen Namen da treibt.

Nach diesem starken Start herrscht leider etwas Pop-Punk-Tristesse, da die folgenden Songs „The enemy“ oder „Watch us come undone“ keinen echten Wiedererkennungswert besitzen. Später wird der geneige Musikfan nochmal hellhörig, aber nur weil er im Refrain von „Who´s the weather back home“ Toto´s Africa erkennen wird. Geht zumindest mir so.

Das Album plätschert also immer gut hörbar aber nicht begeisternd dem Höhepunkt entgegen. „Down down down“ macht alles richtig. Da ist es wieder das Gefühl für eine tolle Melodie. Mehr braucht es meistens gar nicht. Das Lied bekommt ihr nicht mehr aus dem Kopf. Hier erinnern mich Itchy Poopzkid ganz stark an die guten Sachen von den Donots. Respekt hierfür Nutella, äh Itchys.

Zum Schluss wird leider noch Run DMCs „It´s tricky“ verramscht, aber das fällt nicht mehr groß in Gewicht. Hätte man sich aber gerne sparen können.

Itchy Poopzkid sind definitiv besser als ihr Name es glauben lässt und „Lights out London“ ist ein sehr gut hörbares Pop-Punk-Album geworden welches sogar 2-3 Hits im Gepäck hat.

Highlights:
Down Down Down
Is it on

Lowlights:
Einige Lückenfüller

Fazit:
Nutella aufs Ohr. Da haste was drauf.

Manuel sagt:
(7 von 10 Punkten)
Die Leser sagen:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (8 votes, average: 8,38 out of 10)

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Manuel

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2 Responses

  1. noenken sagt:

    Dein Fazit… muhahaha! xD

    Zu dem Album speziell kann ich gar nix schreiben aber wer mal die Gelegenheit hat die Chaoten live zu sehen, sollte das unbedingt machen. Als Vorband von Sum41 (zu ihren guten Zeiten) haben sie jedenfalls selbige ziemlich alt aussehen lassen.

  1. 9. September 2011

    […] Scheiben der Broilers, Jennifer Rostock, Flogging Molly, Dropkick Murphys, Skindred, Zebrahead, Itchy Poopzkid und The Vaccines – wer sich also tatsächlich nicht ganz sicher ist, ob eine hier aufgelisteten […]

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