Review: First Class Ticket – Already There?

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Seit über einem Jahr höre ich nun schon immer mal wieder Songs aus der EP „Already There“ von First Class Ticket. Da wird es jetzt höchste Zeit, das auch mal hier zu erwähnen. Denn die Songs machen Spaß, erinnern sie doch frappierend an die gute alte Zeit von blink-182, Sum41, SR-71 und all den anderen Konsorten, die eben solch luftigee Songs schon lange nicht mehr hinbekommen.

Der Opener „Home sweet home“ ist dabei leider noch der schwächste der fünf Songs, gibt aber immerhin einen guten ersten Eindruck: Eingängige Melodien, vielstimmige Background-Chöre und eine Leadvoice, die wie geschaffen für diesen Sound ist. Manko: „Home sweet home“ kommt insgesamt zu schmalzig rüber. Schwamm drüber und weiter.

Denn jetzt geht’s los: Mit „The road song“ folgt ein erstes Highlight der Platte. Unterstützt wird der Sänger dabei von Sibbi von Itchy Poopzkid. Tut dem flotten Song erstaunlicherweise gut 😉 Und ab jetzt kann man sich getrost zurücklehnen. „Reflection“, „Quit Old Habits“ und „A Liar Since Day One (I Don’t Buy It)“ sind allesamt fein durchgestylte und packende Poppunknummern. Wobei gerade letzterer die Zügel noch ein wenig anzieht und den Schwerpunkt freudigerweise gen Punkrock verschiebt.

Unterm Strich also fünf unkomplizierte, Spaß bringende und melodische Uptempo Punksongs, die mit ziemlicher Sicherheit jedem Genrefan gefallen dürften. Für manch einen vielleicht eine Spur zu glatt oder zu beliebig. Solche Gedanken hatte ich zwischendurch auch, aber wenn ich ehrlich bin: Es lässt sich zwischendurch einfach super hören.

Wer jetzt neugierig ist, dem sei noch eine Info an die Hand gegeben: Already There war die letzte Veröffentlichung mit Stammsänger Martin Galler. Aus persönlichen Gründen verließ er die Band letztes Jahr. Äußerst schade wie ich finde. Denn die Stimme hatte was. Auch zukünftig wird es für das verbliebene Quartett nicht unbedingt leichter. Ein weiteres Bandmitglied ist im Leben neben der Band ziemlich eingespannt. Doch wie schreiben die Jungs so schön auf ihrer Homepage: „Leichter wird’s nie und Mühsam ernährt sich der Sternmull!“ Inzwischen gibt es übrigens bereits eine weitere EP mit vier neuen Songs. Ein Video zum Song „Lighthouse“ wurde ebenfalls produziert. Für 2015 ist gar die Veröffentlichung eines Full-length Albums geplant. Ich wünsche viel Erfolg!

Highlights:
The road song
Quit old habits

Lowlights:
Home sweet home

Fazit:
Punkrock in guter Tradition von Bands wie blink-182, Sum41 oder SR-71.

Christopher sagt: 7p  (7 / 10 Punkte)

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Soundcloud:

Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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