Review: Continental – All A Man Can Do

Rick Barton dürfte einigen noch bekannt sein aus seiner Zeit bei den Dropkick Murphys. Nun ist er mit seiner Band Continental am Start. Und wer einen ähnlichen Sound wie von den Murphys erwartet, darf sich gleich wieder umdrehen. Countryfolkpunknroll wäre wohl die einigermaßen passende Umschreibung für diesen Sound. Und diesen Sound muss man halt auch mögen, ansonsten dürfte man beim luftig leichten Red und seinem „now its time say bye bye to all your sins, hip hip hooray“ doch eher mit der Stirn runzeln. Ich muss gestehen, ich habe ein wenig gebraucht um mich reinzuhören.

Perlen wie Curious Spell, Shine und Dogfight haben sich mir erst nach einer ganzen Reihe Durchgängen offenbart. Etwas nervigere Songs, wie Time oder Hey Baby, bei denen mir der Gesang vor allem anfangs mit der markanten Stimme von Rick zu intensiv im Vordergrund steht, sind mir hingegen sofort negativ aufgefallen. Auch Wrecking Ball, der eigentlich mit einem ganz schmissigen Beat gesegnet ist, fällt in diese Kategorie. Bei One Lang Hard Broken Dream überzeugte immerhin das Tempo. Und Ricks Stimme klingt hier viel entspannter. Der Song war dann für mich auch quasi der „Büchsenöffner“ für dieses Album.

Dann zündeten Songs wie Dogfight und Wide Open Space doch noch. Dann war ich bereits für das erstaunlich fetzige Into View und Downtown Lounge. Countrypunk for the win! Inzwischen kann ich mir die Startschwierigkeiten eigentlich nur damit erklären, dass ich zeitgleich den härteren Klängen von Korn erlegen bin und mich diese ruhigere Musik ganz einfach nicht erreicht hat. Mit Monday Morning wird es am Ende des Albums sogar noch einmal richtig punkig. Hätte man die Gitarren noch öfter frei gelassen, wären ganz sicher auch noch einige Punkte mehr drin gewesen. Insgesamt kann mich die Mischung aus Folk, Country und Punk zwar nicht vollends überzeugen, aber diese lässige Oldschool-Attitüde hat ihren Reiz. Nichts spektakuläres, aber als Soundtrack zum Bier trinken gefällt mir das doch ziemlich gut.

Highlights:
Curious Spell
Dogfight
Into View

Lowlights:
Time
Hey Baby

Fazit:
Der Mix aus Folk, Country und Punk funktioniert nicht immer, einzelne Songs wissen aber zu gefallen.

Christopher sagt:
6p(6 von 10 Punkte)
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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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