Review: Bowling for soup – Fishin‘ for Woos

Bowling for soup? Die gibt’s immer noch? Von denen habe ich ja bewusst seit gut zehn Jahren nichts mehr gehört. Kleiner Sprung zurück ins Jahr 2002. Ja hier sind wir richtig. Auf den unzähligen privaten Feiern, die damals noch in schöner Regelmäßigkeit stattfanden waren Bowling for soup dank zweier Partykracher eigentlich immer vertreten. „Girl all the bad guys wants“ oder das damals einfach wie Arsch auf Eimer passende „Punk Rock 101“ waren zwar damals schon mit reichlich Pop weichgespült, aber man konnte das dann doch noch als Punk durchgehen lassen. Und tanzbar war das ganze damals auch noch. Alles war damals noch in Ordnung. Keine Überband, aber sympathisch waren sie allemal.

Leider kam von Bowling for soup ausser diesen beiden Krachern kaum nennenswerte Songs nach, so dass die Band bei mir völlig in Vergessenheit geriet. Umso erstaunter war ich als ich las, dass die Jungs dieses Jahr mit „Fishin´ for Woos“ ein neues Album ablegten. Noch überraschter war ich, dass die in der Zwischenzeit weitere 6-7 Alben raushauten ohne das ich davon Notiz genommen hatte. Kein gutes Vorzeichen …

Und so musste ich tatsächlich erstmal schauen, ob es sich bei dem Dreck der mir aus den Boxen entgegen kam auch wirklich um Bowling for soup handelt. Nach einigen Minuten konnte man die Stimme von  Jaret Reddick aber wieder einordnen. Ja, die Jungs hatten wirklich mal halbwegs gute Songs. Lang ist es her. Sehr lange ist es her …

Im Prinzip ist jede Zeile für dieses Album eine Zeile zu viel. „Fishin´for Woos“ ist so poppig, so pubertär und so dermaßen auf 30 Grad gewaschen, dass man im Begriff ist bunte Seifenblasen zu spucken. Ein Lied gleicht dem anderen. Das erinnert an den Abschlussball in schlechten amerikanischen Teenie-Komödien und an diese miese Band, die auf diesem Ball spielt. Diese ist wohl Bowling for soup in den letzten Jahren geworden. Die Jungs säuseln über Girls, Party und dem anderen üblichen belanglosen Scheißdreck, der mich vllt. mit 20 Lenzen noch beeindruckt hat. Das könnte auch alles von den zahlreichen Mistbands stammen, die Pop für pubertäre Mädchen machen. Bowling for soup sind nicht einmal stehen geblieben in der Zeit, sie haben sich definitiv noch verschlechtert, beziehungsweise machen sie nun noch miesere Musik mit der man aber wenigstens noch die Miete zahlen kann. Für Geld tut man ja so einiges. Mit Punk hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Kann man überhaupt irgendwas hervorheben? Eventuell ist „Friends Chicks Guitars“ ganz lustig. Sicher nicht gut. Aber vielleicht wenigstens lustig. Müsste man vielleicht noch mal hören. Aber ehrlich gesagt fehlt mir die Kraft dazu, mir diesen Schund noch ein weiteres Mal zu geben. Ein Album zum Vergessen …  sonst nichts.

Highlights:
Naja, immerhin kein Techno.

Lowlights:
Pop-Musik für Mädchen … nothing more to say

Fazit:
Das einzige was man hier beim Angeln fängt ist ein rosa Schlübber.

Manuel sagt:
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Manuel

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