Review: Biters – Electric Blood

„I’m the Last of a dying breed, ain’t nobody gonna save my soul, i gave my heart to rock’n’roll“ singen die Biters im Song „Heart Fulla Rock n Roll“. Da scheint was dran zu sein. So richtig klassischen Rock’n’Roll alter Schule höre zumindest ich so gut wie gar nicht. Obowhl ich natürlich auch von KISS bis Bon Jovi ( 😀 ) alles durch hab und den Film „Almost Famous“ über alles liebe. So richtig hängengeblieben ist da allerdings nicht viel von.

Nun kommen also die Biters mit ihrem neuen Album „Electric Blood“ um die Ecke. Oder warte, falsch: Zuerst bin ich ja über die „Band-Introduction“ gestolpert. Das herrlich chaotische und das typische Rockstar-Gehabe haben mich tatsächlich neugierig gemacht.

Mit „Restless Hearts“ und „1975“ fährt die Band zwei echte Ohrwürmer zum Start ins Album auf. Beide Songs sind ungemein catchy, gerade noch rockig genug, haben extrem eingängige Hooks und Refrains und machen richtig Lust auf mehr. Das bereits erwähnte „Heart Fulla Rock n Roll“ nimmt den Faden auf und besticht vor allem auch durch den mehrstimmigen Gesang.

Ebenfalls zu gefallen wissen „The Kids Ain’t Alright“ und der bereits vorab veröffentlichte Song „Low Lives in Hi Definition“ – vor allem bei letzterem fetzt es dann auch noch mal etwas mehr. Genau das steht den Biters richtig gut. Bißchen auf die Kacke hauen, das Tempo anziehen und ungezügelten Rock’n’Roll raushauen. Leider ist es ingesamt doch die Ausnahme, dass die Jungs volle Kanne aufdrehen. Hin und wieder schrammen sie gar erstaunlich nah an poppigen Gefilden vorbei. Die meisten Songs bekommen aber erfreulicherweise noch die Kurve.

Doch es gibt auch Songs, bei denen es mir wirklich zu sehr dahinplätschert. „Dreams Don’t Die“ ist so eine Nummer, die überhaupt nicht richtig aus dem Arsch kommt. Auch der Titelsong hätte ruhig etwas mehr Power vertragen können. Insgesamt ist das Ganze keine sonderlich große innovative Offenbarung, sowohl textlich als auch musikalisch. Aber man kann es halt gut hören. Und nur das zählt doch!

Highlights:
Low Lives In High Definition
1975
Restless Hearts
Heart Fulla Rock n Roll

Lowlights:
Dreams Don’t Die
Space Age Wasteland
Loose From The Noose

Fazit:
Überraschend gut funktionierender Classic Rock.

Christopher sagt: 7p  (7 / 10 Punkte)

Die Leser sagen: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (4 votes, average: 5,25 out of 10)

Loading...

 

 

Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.