Review: Authority Zero – Stories of survival

„Stories of survival“ ist bereits das 4.Studioalbum der amerikanischen Punkband Authority Zero. Die Band wurde schon 1994 gegründet, doch bisher hörte ich nur gelegentlich mal einen Song von ihnen auf diversen Samplern. Dieser Missstand sollte sich mit „Stories of survival“ nun erledigt haben. Authority Zero werden mich ab jetzt hoffentlich noch eine ganze Weile begleiten …

Wenn man Pennywise, Rise Against und Mad Caddies (ohne Bläser) in ein Tonstudio, zur Aufnahme einer gemeinsamen CD, hineinzwängen würde, und die Bands sich nicht auf einen gemeinsamen Stil einigen könnten, würde am Ende wahrscheinlich ein Tonträger rauskommen der nach Authority Zero klingt. Und das ist verdammt positiv gemeint.

Authority Zero machen Skatepunk, Reggae, Ska, Punkrock und lassen auch immer mal wieder eine Prise Hardcore einfliessen. Irgendwie bekommt man auf „Stories of survival“ alles zu hören. Der brachiale Opener „The new pollution“ oder auch der Rausschmeisser “No way home“ beispielsweise könnten auch auf einem Pennywise-Album zu finden sein. Richtig melodisch wird’s dann bei „Brick in the wave“ und „A day to remember“, die wiederum ein wenig an die neueren Sachen von Rise Against erinnern. Chillig kommen Authority Zero rüber, wenn sie bei den reggae-lastigen Stücken wie „Big bad world“ und „Movement“ zum Hüfte wippen und Finger schnippen einladen. Das erinnert an die ruhigeren Stücke von den Mad Caddies. Und wenn bei „Liberateducation“ oder „The Remedy“ alle diese Stilrichtungen zusammenkommen, gibt’s kein halten mehr. Das will ich hören! Das ist richtig geiles Zeug!

Der Höhepunkt des Album ist aber „Crashland“ für mich. Hier zeigt Sänger Jason DeVore sein ganzes können. Der Song baut sich langsam auf um am Ende zu explodieren. Der Refrain ist einfach mal nur endgeil und lädt zum mitgröhlen ein. Der Song geht über fünf Minuten. Wird aber nie langweilig. Also Vorsicht! Suchtgefahr!

Wenn man Authority Zero überhaupt etwas vorwerfen kann ist es vielleicht die Tatsache, dass Punk und Reggae zu wenig vermischt werden. Denn die vermischten Stilrichtungen klingen richtig interessant, während ich die Only-Reggae-Songs nicht so toll finde. Wer aber auf Reggae steht wird sich vor Freude wohl nass machen. Das ist halt Geschmackssache, die in meinem Fall aber eine noch höhere Wertung verhindert.

Trotzdem ist „Stories of survival“ ein richtig geiles und abwechslungsreiches Album und ich bin jetzt extremst angefixt von Authority Zero. Freue mich schon heftig auf den Vorgänger „12:34“, den ich mir auch schon mal besorgt habe …

Highlights:
– Abwechslungsreiches Album
– Mix aus Punk,Rock & Reggae
– Crashland, klasse Song

Lowlights:
– Reggae-Songs fallen leicht ab

Fazit:
Die Mischung machts! Ein erstklassiges Album.

Manuel sagt:
 (9 von 10 Punkte)

Die Leser sagen:

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Manuel

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5 Responses

  1. Alex sagt:

    Mir gings anfangs genau so – kannte die Band eigentlich nur von „Revolution“ auf einem „Rock against Bush“-Sampler. Habe mir dann nach und nach auch die anderen Songs und Alben von dieser Band angehört und bin mittlerweile ein richtiger Fan geworden.
    Finde das Album auch extrem gelungen! Besonders „Big Bad World“ gefällt mir sehr – und das Musikvideo zu diesem Song erst!
    Noch ein (sehr) empfehlenswertes Album dieser Band wäre „A passage in time“. Darauf sind viele ihrer genialen Songs wie „One more minute“, „Over Seasons“, „Superbitch“ oder „A Passage In Time“ (hier finde ich besonders den „Umbruch“ bei 2:05 sehr genial).
    Ach ja: Tolles Review übrigends!

  2. Manuel sagt:

    Vielen Dank für das positive Feedback, Alex! Schön das wir so viele deiner favourite Bands bereits testen konnten. Vielleicht hast du ja auch mal einen momentanen Geheimtip am Start der noch nicht dabei ist. Lass es uns ruhig wissen. Momentan will sich mir grade nicht so recht etwas Neues erschliessen ^^

    Gruß Manu

  3. Alex sagt:

    Hi Manuel! Habe tatsächlich noch eine (etwas unbekanntere) Lieblings-Band von mir gefunden, die noch nicht auf eurer Seite vertreten ist 😉 Die Jungs nennen sich „Shearer“ und sind auch auf jamendo zu finden (http://www.jamendo.com/de/artist/shearer), veröffentlichen also unter CreativeCommons. Ist eine deutsche Band mit englischsprachigen Texten, Genre Punkrock / Alternative. Denke, die würden auch musikalisch hier gut reinpassen. Aber kannst sie dir ja erst mal ein bisschen anhören, ist ja kostenlos.
    Man ließt sich sicher auch in Zukunft noch öfter, habe die Seite gleich mal gebookmarkt!
    LG Alex

  1. 7. November 2011

    […] Platz 2 : Authority Zero – Stories of survival […]

  2. 10. April 2013

    […] Schatten, die Stories of survival voraus warfen waren riesig. Die Erwartungshaltung an The tipping point dementsprechend immens hoch. […]

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