Review: Authority Zero – 12:34

Authority Zero? Schon wieder? Aber ja doch! Völlig angefixt vom kürzlich hier auf Herz und Nieren getesteten „Stories of survival“ gab es nun den 2007 erschienenden Vorgänger „12:34“ auf die Ohren. Den Kauf habe ich sicher nicht bereut, aber den Vergleich zum großartigen „Stories of survival“ hält „12:34“ leider nur anfangs stand.

Denn der Beginn ist sehr viel versprechend und ich fühlte mich bei Authority Zero gleich wieder gut aufgehoben. So rocken der „Wake up call“ und „No regrets“ zu Beginn des Albums gleich ordentlich und vertraut los. Das sind sehr nette Punk-Rock-Nummern, wie man sie erwartet.

Auch die beiden Hits des Album „On Edge“ und „Courage“ machen am Anfang des Albums direkt richtig Laune. Grade „Courage“ weiss durch seine Tempowechsel und dem ruhigeren Anfang extrem zu gefallen. Es ist das absolute Highlight des Albums. Aber davon gibt es leider zu wenige …

Ein wenig die Hüften schwingen zu Reggae-Tönen ist bei Authority Zero natürlich auch wieder angesagt. So swingen Talk is cheap, Sirens und Memory Lane locker luftig umher ohne aber so richtig zu überzeugen. Es fehlt den Songs leider einfach dieses gewisse Etwas.

Im Allgemeinen habe ich all diese Songs irgendwie so auf „Stories of survival“ schon in besser gehört. Das neue Album der Jungs um Jason Devoire klingt einfach ausgereifter und besser auf den Punkt gebracht. Das nenne ich mal eine für mich stimmige Weiterentwicklung. Das, was der Fan hören will beibehalten und einfach konstant verbessern. Feddich is. So einfach kann das sein. Schönen Gruß an Far from finished an dieser Stelle. Vielleicht noch mal ne Nachhilfestunde bei Authority Zero nehmen?

Ansonsten gibt es keine weiteren großen Überraschungen aus dem Hause Zero. „The Bravery“, Carpe Diem“ und „12:34“ rocken amtlich, aber lassen halt auch noch gehörig Luft nach oben. Grade was das Gespür für nachhaftende Melodien angeht.

Eine kleine Versöhnung kommt kurz vor Schluss noch mit dem allseits beliebten Seemans-Lied „Drunken Sailor“. Über 8 Milliarden mal warscheinlich schon gecovert, aber so gut wie von Authority Zero habe ich es noch nicht gehört. Das macht Spaß, da will ich ein Bier, oder zwei, oder drei…

Was bleibt ist ein durchweg gelungenes Punk-Rock-Reggae-Album mit Ecken und Kanten. Selten richtig schön, oft ziemlich hässlich, aber man weiss stets was man erwarten kann. Das ist ja auch was wert. Wer mit Authority Zero warm werden will sollte sich trotzdem zunächst mal den Nachfolger zulegen.

Highlights:
Coruage
On Edge

Lowlights:
Zu viele Songs überzeugen einfach nicht

Fazit:
Authority Zero rockten 2007 schon. Haben seitdem aber noch mal einen erheblichen Sprung nach vorne gemacht.

Manuel sagt:
(7 von 10 Punkten)
Die Leser sagen:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (1 votes, average: 10,00 out of 10)

Loading...

 

Manuel

...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.