Review: Pipes and Pints – Until we die

Pipes and Pints sind eine 2006 gegründete Punk-Rock-Band aus Tschechien, die ich zufällig im Internet gefunden habe. Der Punk-Rock-Sound wird duch Bagpipes unterstützt, wodurch der Vergleich zu Bands wie Dropkick Murphys, Flatfoot 56, Flogging Molly oder Street Dogs erlaubt sein muss. Mit „Until we die“ legten die Herren  2009 ihr Debütalbum vor.

Pipes and Pints haben leider ein ziemliches Problem. Der Typ, der sich selber Syco Mike nennt (wohl kaum sein richtiger Name), und außerdem der Sänger der Band ist, geht mir nach 10 Minuten ziemlich auf den Keks. Ein absolutes No-Go wenn es bei mir um Musik geht. Dies verhindert auch einen Aufstieg von Pipes & Pints in den höheren Folk-Olymp, wo sich Bands wie die Murphys, die Mollys oder Flatfoot 56 tummeln.

Ansonsten gibt’s nämlich gar nicht viel zu meckern an „Until we die“. Pipes & Pints machen ziemlich dreckigen Folk-Punk, der teilweise richtig abwechsungs- und ideenreich ist. Was Herr Mike dann aber auf diese wunderbare Musik draufrotzt ist ziemlich für den Eimer. Eigentlich mag ich es ja dreckig, aber bei Syco Mike klingt es einfach nicht wirklich toll. Und es klingt vor allem immer gleich. Mit dem werde ich auch nach 4-5 Durchgängen überhaupt nicht warm. Die Stimme hat einfach überhaupt keinen Wiedererkennungswert, und das ist ein Punkt an dem bei mir schon etliche Punk-Rock-Bands gescheitert sind. Passt mir der Sänger nicht, so kann die Band noch so viel Gas geben, ich werde das Album kaum öfter hören wollen. Das sollte aber jeder für sich selber mal Probe hören. Ist ja Geschmackssache…

Der beste Song des Albums ist „City by the sea“, welches ich schon hier auf der Seite gepostet habe. Recht gut sind noch „When the Pipers play“und „Heaven and hell“. Eigentlich gibts echt einige gute Songs, aber die Leistung von Syco Mike hinterlässt bei den meisten Songs so etwas amateurhaftes. Es klingt durch den Gesang  irgendwie unausgereift und packt mich nicht so recht. Zugute halten kann man dem Album aber, dass es absolut keine großartigen Aussetzer hat.

Pipes & Pints sollte man einfach mal ne Chance geben und die Lieder hier auf der Seite antesten. Gefällt einem der Sänger, so kann man mit der Band sicher richtig Spaß haben, wenn nicht, wird man die Band links liegen lassen.

Highlights:
Teilweise echt nette Melodien, die aber …

Lowlights:
… der Sänger nicht nutzen kann.
Dadurch klingt vieles gleich
… und auch irgendwie amateurhaft

Fazit:
Für die erste Folk-Liga fehlt ein ordentlicher Frontmann.

Manuel sagt:
(6 von 10 Punkten)
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Manuel

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2 Responses

  1. Kaputtnick sagt:

    musst sie dir mal live geben…dann gehen die jungs richtig steil.
    auf dem album sind’se einfach nicht betrunken genug 😀

  2. Manuel sagt:

    Ich werde mal die Augen aufhalten. Wenn die sich mal im Norden tummeln schaue ich sie mir mal an und bringe genug Bier mit 🙂

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