North Alone – Next Stop CA (Review)

Yeah. Ein neues Album von North Alone ist am Start. Die letzte EP „Rare & Short“ ist immerhin auch schon knapp eineinhalb Jahre her. Es wurde also Zeit für neues Songfutter. Und was soll ich sagen: Die Erwartungen wurden wieder voll erfüllt und ich hab einen tollen Soundtrack für diesen Sommer bekommen.

„Extralarge“ eröffnet das Album und feuert auch gleich richtig los. „No matter how old i become i’ll be a punk“ – Da kauft man halt  aus nostalgischen Gründen das Shirt der Band, die man früher schon hart abgefeiert hat, auch wenn’s am Bauch etwas enger sitzt und kneift 😀 100%ige Identifikation mit dem Song und der Message – So ist das halt, wenn wir langsam älter werden…

Schönes Statement setzt auch „My Music Sucks“, geht es doch eigentlich nicht um die Musik von North Alone, sondern um all jene, denen Social Media wichtiger ist als Konzerte und das Leben on the road! DER Gute-Laune-Song auf der Platte ist „Summer Day“. Da kannste ja nur smilen, wenn der Track läuft. Ach, und der Titeltrack macht natürlich selbstredend Bock auf California.

Mit „Romantic Sense“ kommt ein alter Bekannter und einer meiner All-Time-Favorites aus den Boxen. Denn: Nicht alle Songs sind gänzlich neu auf Next Stop CA. „Romantic Sense“, „The Way“ und „Rare and Short“ kennt man bereits (in ähnlicher Form) von der letzten EP. Passt aber, denn es waren eh die geilsten Songs darauf und haben sich einen Platz auf diesem Full length Album redlich verdient. Auch „180 degrees“ und „Razorless“ erfahren in Full-Band Besetzung ein zeitgemäßes Update gegenüber früheren Akustiversionen.

Auch wenn ich inzwischen die punkigeren Nummern den Folksongs etwas vorziehe, so ist es gerade auch die Mischung, die auf Albumlänge bei der Stange hält und wunderbar passt. Und wenn gegen Ende des Albums bei „November 16“ der Rückblick auf das den Menschen Manuel North sehr stark prägende Konzert von No Use For A Name vor gut 25 Jahren in einem kleinen Osnabrücker Club kommt, wird man schwer wehmütig. Abgerundet wird das Album dann passenderweise mit einem Cover Song von Tony Sly.

Sicher mag man an Fat Wreck denken, an Chuck Ragan und an viele andere referenzierte Bands. Und trotzdem erhalten sich North Alone weiterhin erfolgreich die Eigenständigkeit. Ich bin wieder mal entzückt.

Highlights
Extralarge
Romantic Sense
The Way

Lowlights

Fazit
Erneut ein hochklassiges Album von North Alone, das bei mir auf Heavy Rotation läuft.

Christopher sagt:  (8 / 10 Punkte)

Die Leser sagen: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (2 votes, average: 9,50 out of 10)

Loading...

Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.