Meilensteine der Vergangenheit: Mad Sin – Dead moon’s calling

Gute 20 Jahre trieb die Berliner Psychobilly-Band Mad Sin ihr Unwesen ohne von mir bemerkt zu werden. Nun gut, Psychobilly war nun auch nicht unbedingt die Musikrichtung welche in meinem Freundeskreis die Playlisten beherrschte. Bei Mad Sin lohnt sich das genauere reinhören allerdings auch für Leute, die sonst nicht unbedingt auf diesen Horror-Psycho-Billy-Krams stehen. Denn die Jungs machen ihr Ding einfach gut. Richtig gut!

Das 2005er Album „Dead Moon´s calling” machte mich auf den Haufen rund um den charismatischen Brummer „Köfte“ de Ville aufmerksam. Fast 20 Jahre hatte es gedauert. Schade eigentlich, denn die Jungs sind so umtriebig, dass man eigentlich schon vorher hätte was hören müssen. „Dead moon´s calling“ ist immerhin schon das 10. Werk der Band.

Wie es sich genau zugetragen hat, dass die Band mir in den Sinn kam, weiß ich gar nicht mehr genau. Wichtiger war auch, dass sie auf einmal da war. Quasi aus dem Nichts. Und das Album hielt sich wirklich eine ewig lange Zeit auf meiner Heavy-Rotation-Liste.

Das lag vor allem an der Energie von Mad Sin. Straighter, schneller Psychobilly. Dazu die Stimme von „Köfte“, die so etwas schön Böses an sich hat. Garniert mit tollen Melodien wurde hieraus schnell ein extrem giftiger Party-Cocktail, den man so in dieser Form vorher noch nicht eingenommen hatte.

Beängstigend war schon fast mit welcher Hitdichte das Album daherkam. Ob nun „Dead moon“, der Opener „Point of no return“, “Cannibal superstar” oder “Radio Psycho”, allesamt Songs, die sich sehr lange auf Feiern hielten und auch heute noch ab und an zu hören sind. Mad Sin schafften es mit Leichtigkeit solche Partysongs aus der Hüfte zu drücken.

Ausfälle gab es nur, wenn sie eingeplant waren. Dies ist bei 1-Munute-Songs fast vorprogrammiert. Davon haben sich bei insgesamt 20 Tracks leider einige eingeschlichen. Das wirkt sich auf das Gesamtwerk allerdings nicht großartig schlimm aus. Ein wenig überflüssig sind „Gone forever“, „Generation 69“, sowie das „Intro“ und „Outro“ schon, aber man kann da ruhigen Gewissens drüber hinwegsehen.

Für alle die Psychobilly mögen, oder für diejenigen,die mal einen Blick riskieren wollen gibt es hier jedenfalls eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Es kommt nicht von ungefähr, dass die Sins neben neben Japan und der USA, auch in der heimischen Szene eine feste Größe sind.

2010 erschien das neueste Werk der Sins. „Burn and rise“ will ich mir eigentlich in meinem bevorstehenden Urlaub reinziehen. Ein echtes Review über die Sins sollte es also wohl in nicht allzu ferner Zeit hier geben.

Manuel

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1 Response

  1. Christopher sagt:

    Ui, „Cannibal Superstar“ hatte ich ja ewig nicht mehr gehört. Danke fürs „Zurück in’s Gedächtnis“-Bringen 🙂

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