Fightball – Théâtre Fatal (Review)

Auf „Théâtre Fatal“ haben Fightball einige echte Kracher, in die ich mich sofort verliebt habe. „Voices“ ist so ein Ding. Kraftvoll mehrstimmig rausgebrüllt steht „Voices“ stellvertretend für die Art Songs, die ich von den Berlinern  am liebsten mag. Rockig, aber immer noch mit (Street-)Punkattitüde. Auch „Desert Ship“ fällt grob in diese Kategorie, genau wie „Get Dead“. Bei diesen drei Songs ist richtig schön power dahinter. So soll es sein.

Die Bandbreite in den knapp 4o Minuten ist allerdings um einiges umfangreicher. Von Danko Jones bis zu (von der Leine gelassenen) Beatsteaks reichen die Vergleiche, die man in den besseren Momenten zu hauf anführen könnte. Allerdings wird es zwischendurch auch mal etwas zurückgenommener („Black Out“, „Still Here“) – teilweise ist mir das dann allerdings einfach zu langweilig, zu beliebig. Da bleibt dann nicht viel hängen. „The Fall“ ist so ein Fall (haha, witzig). Eigentlich nicht schlecht, aber der Song bleibt einfach nicht hängen. Da fällt der Kick.

Überdeutlich wird das dann durch die folgenden Songs: „Behind The Scenes“ und vor allem „Cheapskate“ machen das alles richtig und reißen mich mit. Großer Sport vor allem beim dynamischen „Cheapskate“. Das fetzt richtig. Klingt teilweise so, wie ich mir das Erwachsenwerden von Royal Republic gewünscht hätte. Hat bei denen aber leider nicht geklappt. Völlig daneben ist für mich „So What“ mit den hohen Stimmen. „L.O.B.S.T.E.R“ erinnert mich an die Beastie Boys, der Track kommt so ein bißchen wirr daher durch seinen Instrumenteneinsatz – aber nach ein paar Mal hören fand ich diese Ska-Nähe doch noch ganz cool. Im Gegensatz zum Garagenrock-Song „Tired Eyes“ mit dem die wilde Fahrt dann endet.

Highlights:
Cheapskate
Voices
Get Back

Lowlights:
So What
Tired Eyes

Fazit: Drei absolute Volltreffer – der Rest fällt leider etwas ab.

Christopher sagt: 7p  (7 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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