Review: Dropkick Murphys – Going Out In Style

Irisch-Amerikanischer-Folk-Punk (oder wie auch immer man diesen Stil nennt) steht bei mir auch Anno 2011 immer noch extrem hoch im Kurs. Waren es Anfang der 2000er Jahre noch Flogging Molly, die meine größte Aufmerksamkeit bekommen haben, so hat sich das inzwischen seit einigen Jahren immer weiter in Richtung der Murphys verschoben. Und auch durch die beiden neuen Veröffentlichungen dieser Bands, wird sich dieser Trend weiter verstärken. Während die einen immer weiter im Mittelmaß versinken, schmeißen die Murphys ein bemerkenswertes neues Album auf den Markt.

Mit Hang ‚Em High startet das Album auch gleich genau mit der Härte, Partytauglichkeit und Schnelligkeit, die ich mir immer von den Murphys wünsche – schöne Mitgröhlpassagen inklusive („… We waited together for the cowards to come, Outgunned and outnumbered but we wouldn’t run …“). Für den darauf folgenden Titeltrack Going Out In Style gabs ordentlich Unterstützung vom NoFX Sänger Fat Mike. Passt zusammen wie die Faust aufs Auge, im letzten Drittel des Songs wird mir das allerdings ein wenig zu schnell und unkoordiniert, wenn Gesang und Instrumente nur noch „schnell as hell“ durchgenudelt werden.
Da gefallen mir Songs  á la Memorial Day schon besser. Und davon gibt es auf diesem Album einige. Da macht mir das Hören Spaß, das Bier schmeckt und Gröhlen kannste auch („… come join the fight, so we can change the way we’re living …“). Murphys-Fan, was willst du mehr?!
Ach ja richtig, ’ne schöne Ballade würde die Sache ja jetzt noch richtig rund machen. Kein Problem, such dir was aus: Cruel, 1953 oder Broken Hymns decken auch diesen Teil ab. Letzterer sticht dabei am meisten heraus, wirklich ein schöner Song, der unter die Haut geht.
Mit Deeds Not Words und Take ‚Em Down dröhnen dann noch zwei ordentliche Stampfer-Hymnen aus den Boxen. Solche Songs machen mir ja tendenziell immer am meisten Spaß und so zählen diese beiden dann auch zu meinen Highlights. Erwähnenswert wäre dann wohl auch noch der Gastauftritt von Bruce Springsteen bei Peg O‘ My Heart und die schnelle Punkschrabbelvariante von The Irish Rover – beide zwar hörenswert, aber aus meiner Sicht keine größen Würfe.

Highlights:
– Partytauglich auch im Jahre 2011
– Deeds Not Words

Lowlights:
– Einiges nur durchschnittlich
– Cruel
– 1953

Fazit:
Feines Partyalbum, mit einigen richtig guten Hymnen und teilweise nachdenklicher Grundstimmung, das für mich aber nicht ans 2005er „Warrior’s Code“  rankommt. Dennoch eine absolute Empfehlung. Macht Spaß. Ich freue mich auf ihren Headliner-Auftritt im August beim Area4.

Christopher sagt:
(7 von 10 Punkten)
Die Leser sagen:

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars (11 votes, average: 8,18 out of 10)

Loading...

Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

2 Responses

  1. 9. September 2011

    […] und Red City Radio sowie die aktuellen Scheiben Broilers, Jennifer Rostock, Flogging Molly, Dropkick Murphys, Skindred, Zebrahead, Itchy Poopzkid und The Vaccines – wer sich also tatsächlich nicht ganz […]

  2. 6. März 2015

    […] und Red City Radio sowie die aktuellen Scheiben der Broilers, Jennifer Rostock, Flogging Molly, Dropkick Murphys, Skindred, Zebrahead, Itchy Poopzkid und The Vaccines – wer sich also tatsächlich nicht ganz […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.