Das musste lauter: Rantanplan – Köpfer

Mitte der 90er Jahre entstand eine der besten deutschen Ska-Punk Bands. Mit der ungewöhnlichen Namensgebung Rantanplan, nach dem Hund von Lucky Luke, setzten die Hamburger sich von bestehenden Gruppen ab. Als musikalisches Vorbild gelten u. a. die Mighty Mighty Bosstones. Ihr zweites Album KÖPFER öffnete die deutsche Ska Musik für ein breiteres Publikum.

Politik- und Gesellschaftskritik wird bei diesem Werk in ausgefeilten Sprach- und Wortwitz verpackt. Alle 16 Lieder sind recht textlastig. Dabei beweist die Band ein ausgeklügeltes deutsches Sprachverständnis. Aus ernsthaften Themen entstehen so lustige und tanzbare Nummern, die bis heute merklich aus der Masse herausragen.

Punkmusik muss ihre Parolen nicht immer auf einfachste Art rausschreien. Hier kommen sie sprachlich intelligent und melodisch daher. Der Bläsereinsatz erfolgt immer auf den Punkt und wirkt nie überzogen. Besonders geeignet für gute Partys sind die Lieder Aber die Zeiten sind andere, Ich erinner mich an alles, Sterben und Monsterschiss. Dazu gesellt sich noch die gelungene Coverversion Unbekanntes Pferd. Gut ein Drittel des Albums hat Hitpotenzial.

Musikalisch ausgefeilt. Textlich ungemein erfrischend. Köpfer ist mit diesen Eigenschaften ein Meilenstein der Szene. Für Fans der deutschen Ska-Punk Musik ein Muss.

Michael schreibt auf seinem Blog über Dies&Das. Die musikalischen Beiträge übernehmen wir regelmäßig zeitnah auf dasmusslauter.

Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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