Das musste lauter! : AFI – Sing the sorrow

Es war die Woche um den 31.05.2003, welche ich als die beste Woche meines Lebens als Liebhaber punkrockiger Klänge bezeichnen würde.

Ich weiß es deshalb so genau, weil der 31.05. zufällig mein Geburtstag ist und ich an diesem Tage im Jahre 2003 auf einer Hochzeit verweilte. Nach dieser Hochzeit ergab es sich, dass ich drei oder vier Freunde noch zu mir nach Hause einlud und meine Musik aufdrehte. Ich hielt diesen Moment fest für die Ewigkeit. Dieser Moment an dem ich dachte: „Was für eine geile Musikwoche war das denn, bitte?“

Was war passiert?

In der Woche um den 31.05.2003 stellte mir der Dasmusslauter-Christopher neben Billy Talent (was schon ausgereicht hätte) auch noch AFI vor. Eine wahrlich glückliche Fügung. Zwei großartige Bands bei nächtlichen Youtube-Streifzügen (oder was es 2003 auch immer war) zu finden ist schon schwierig. Der Christopher hatte halt  schon damals ein Näschen für gute Musik. Manche Dinge ändern sich nie …

Was folglich in dieser Nacht aus den Boxen dröhnte war das Album Sing the sorrow von AFI, welches mich aus dem Nichts in seinen Bann zog. Ich hatte vorher noch nie etwas von AFI gehört. Weder wusste ich, dass die Band eigentlich der Hardcore-Ecke entsprungen war, noch wusste ich, dass die Band überhaupt eine Vergangenheit hatte. Ich glaubte lange Zeit es hier mit einem pervers guten Debütalbum zu tun zu haben. Ja es gab tatsächlich Zeiten wo nicht jeder Internetzugriff hatte. Später sollte ich diese Wissenslücke glücklicherweise mit den Vorgänger-Alben Black sails in the sunset und The art of drowning schließen können. Zunächst nannte ich die Band aber tapfer und völlig unwissend Aaaaaffffiiiiii und nicht AFI (A fire inside). War aber auch völlig Wurscht wie die hiessen. Die rockten jedenfalls übel.

Was AFI auf Sing the sorrow nämlich ablieferten war absolut neu. Und es war großartig. Die Stimme von Davey Havok machte AFI absolut einzigartig. Der Mix aus Pop,Punk und Hardcore war irrsinnig. Irrsinnig gut. Der immer mitschwappende, leichte Stadion-Rock-Einschlag mit Glam-Anstrich gab dem Sound etwas Episches und hob ihn vom Einheitsbrei ab. Hier war mal richtig Bombast angesagt, liebe Gemeinde!

Bretter wie Death of seasons und Dancing through Sunday wechselten sich mit extrem eingängigen Midtempo-Nummern wie Girls not grey und This celluloid dream ab. Letzterer war lange Zeit sogar mein absoluter Lieblingssong. Selbst langsamere Songs wurden durch Daveys Stimme zu Hymnen. Wenn ich nur an Bleed black denke, jagen mir glatt die Nippel durchs Shirt. Auch The leaving song part II und Paper Airplanes (makeshift wings) sind nach 10 Jahren fester Bestandteil meiner Playlists. Einfach ein tolles Album!

Ja, es war die beste Musik-Woche meines bisherigen Lebens.

Manuel

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