Review: Beatsteaks – Boombox

Ach ja, die Beatsteaks. Smacksmash und Limbo Messiah habe ich die letzten Jahre mehr oder weniger bis zum Erbrechen gehört. Und bei den Liveauftritten konnten sie mich sowohl im Bremer Schlachthof als auch auf der großen Hurricanebühne ziemlich begeistern. Aber ehrlich, es wurde jetzt wirklich mal langsam Zeit für was Neues. Boombox kam mir da also gerade recht und daher gibt’s hier in aller Kürze meinen Eindruck:

In aller Kürze? Ja genau, denn irgendwie fällt mir zu diesem Album überhaupt kaum etwas Gescheites ein. Mal ist es langsam, mal schmachtend poppig, auch mal catchy (Milk & Honey – Radio-Ohrwurm) und sogar auch mal ganz schön für einen lauschigen Sommerabend (Under A Clear Blue Sky – bestens geeignet zum zurücklehnen nach einem harten Tag) und zwischendurch knallt es auch etwas härter, aber irgendwie ist das alles nichts wirklich grandioses, was man da zu hören bekommt.
Ja gut, die Songs Access Adrenalin und House On Fire rocken schon ordentlich und machen auch Laune, aber so richtig gut sind sie halt irgendwie doch nicht. Die ganze Platte plätschert während der 35 Minuten einfach nur so dahin. Nix kickt mich so richtig, nicht das ska-reggae-lastige Let’s See und auch nicht der Schunkelsong Alright – schlecht sind ja nicht, aber…
Die Buletten versuchen ja wirklich einiges auf diesem Album, ich frage mich nur: „warum eigentlich?“ Lief doch alles super bis hierhin. Und jetzt? Okay, kein Song klingt gleich, viele verschiedene Stilrichtungen werden gemischt. Und anderswo liest man ja sogar davon, dass das Album wirklich alles abdecke. Angefangen von „Reggae“  bis „Songs, die voll auf die Zwölf gehen“, von „klingt nach David Bowie und den Rolling Stones“ und was weiß ich nicht noch. Mag ja alles sein. Nur gut wird das Durcheinander dadurch noch lange nicht. Mittelmäßig … joa, das trifft es meiner Meinung nach mehr.

Highlights:
– … sind rar gesät
– Bullets From Another Dimension & Under A Clear Blue Sky (vielleicht)

Lowlights:
– Ach so richtig schlecht ist es ja gar nicht.

Fazit:
2011 begann mit dem Album der Beatsteaks nicht sonderlich stark. Aber es steigerte sich ja noch. Gott sei Dank. Denn das hier ist nur Durchschnittskost.

Christopher sagt:
(5 von 10 Punkten)
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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

1 Response

  1. kKDu sagt:

    Mh, wollte die gerade für ihre „Hey Du“-Coverversion loben. Die find ich ehct duffte 😉
    War aber mittlerweile auch hier in Linie 1.
    Ist aber ja gar nicht druff auf dem Album. Dann wohl doch keine gute Bewertung meinerseits.

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