Itchy – All We Know (Review)

Würden Itchy weiterhin Itchy Poopzkid heißen, würde es dieses Review nicht geben. Ich hätte die Band einfach weiter ignoriert. So wie die letzten 100 Jahre auch schon. Aber: Plötzlich tauchen sie mit dem neuen Namen beim Herzenslabel Uncle M im Roster auf. Da wird man dann doch hellhörig. Zum Glück.

Was auf „All We Know“ auf die Ohren kommt, ist durchaus hörenswert. Astreiner Alternative-Poprock mit Gespür für schöne Melodien. Die Songs sind abwechslungsreich, spannend und überraschend arrangiert. Klug gesetzte Breaks und flotte Rhythmen. Findste alles auf dem Album.

Der Opener „Stuck With The Devil“ drückt dich mit seiner Coolness erst mal voll gegen die Wand. Respekt. Das 1st-World-Problems thematisierende und vor Ironie triefende „Fall Apart“ macht ebenfalls Laune.  Nach ner guten Viertelstunde und den Songs „Keep It Real“, „Nothing“ (an welchen Song erinnert der bloß?!) und „Black“ sitze ich recht geplättet vor der Box und stelle fest, dass hier fünf richtig gute Songs am Stück abgeliefert wurden und ich nicht einmal die Sehnsucht nach der Skiptaste hatte.

„Before You Go“ und vor allem „The Sea“ sind dann zwei chillig, flauschige (Brit)Popnummern ab. Muss man auch erst mal bringen, aber es ist ja gerade Sommer und dann funktionieren auch Sounds zwischen The Subways, Hard-Fi und den „Apply Some Pressure“-Zeiten von Maximo Park recht gut.

Um die Songs rum, drapiert man dann packende, aufwühlende und druckvollere Songs wie „Danger!“, „Knock Knock“ und „Day In Day Out“ und dann geht das auch wieder klar. Der Titeltrack des Albums und der Rausschmeißer sind auch die schwächsten Songs des Albums gefunden. Erwähnenswert ist allerdings noch das punkige „We’re Coming Back“, dass mit vollem Karacho aus den Boxen dröhnt und bei dem sich die beiden Jungs an den Mikros schön beim shouten battlen. Find ich richtig gut.

Highlights
We’re Coming Back
Nothing
Stuck With The Devil
Knock, Knock

Lowlights
The Last Of Us
All We Know

Fazit
Eine echte Überraschung. Habe Itchy ab jetzt auf jeden Fall auf’m Radar.

Christopher sagt:  (7 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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