Hafensaengers EP (Review)

Immer wieder großartig, wenn plötzlich unverhofft ein richtig fetter Song im Posteingang landet. Mit „Immer noch“ von Hafensaengers und ihrer selbstbetitelten EP ist das vor wenigen Tagen gerade mal wieder so passiert. Was für ein Brett von einem Song. Schön auf die Fresse, musikalisch rabiat und textlich geradeaus. „Ich scheiß auf eure Missgunst und das ständige blabla …“ – Volltreffer, ich bin entzückt.

Die Mitglieder der Hafensaengers setzen sich aus den Hardcore-Bands Light Anchor und Coyotes zusammen. Das Kapitel hat man nun jedoch ad acta gelegt und widmet sich wieder dem Punk. Gute Entscheidung, wenn der Weg in Richtung „Immer noch“ geht.

Doch die Jungs scheinen noch ein wenig auf der Suche nach dem passendes Soundgewand zu sein. „Spießer“ irritiert mich in den Strophen mit der tiefen, langgezogenen Stimme … Zwischendrin zieht der Track zwar immer schön an, reicht aber nicht mehr zur Rettung. Auch „Kleine Geister“ und „Geht’s dir gut“? kranken an der Gesangsinterpretation und spielen ihre Stärken immer dann aus, wenn der Sänger in die Vollen geht – dass er das perfekt beherrscht: Siehe oben …

„Soll das alles so sein?“ gefällt mir dann auch gleich wieder besser, bevor mich dann „Musik“ wieder runterholt. Aber egal. Erste EP geschafft, ordentlich Druck aufgebaut, tolle und eindringliche Texte und mit „Immer noch“ wahrlich ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Boden für die Punkkarriere ist auf jeden Fall bereitet, auch wenn mir die EP als Ganzes nicht zusagt.

Highlights
Immer noch

Lowlights
Musik
Geht’s dir gut?

Fazit
Das Hafensaengers Debüt lässt aufhorchen. Mit „Immer noch“ ist ein absolutes Brett mit drauf!

Christopher sagt:  (6 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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