Disturbed – Live At Red Rocks

Disturbed – Seit im Jahre 2000 der Song „Down With The Sickness“ erschien, bin ich ein mehr oder weniger treuer Fan der Band, auch wenn ich zwischendurch z.B. mit den „Believe“, „Asylum“ und „Indestructable“ eher wenig anfangen konnte. Doch gerade auf dem Comeback-Album „Immortalized“ war wieder viel hörenswertes drauf. Nun also das Live Album „Live At Red Rocks“.

Eingespielt wurde es im Colorade Amphitheater Red Rocks in der Nähe von Denver, Colorado im August 2016 während der Tour zum bereits erwähnten Gold-Album „Immortalized“. Wie es sich für ein live-Album gehört, feuern Disturbed 16 Songs lang aus allen Rohren und bieten einen beeindruckenden Querschnitt aus 20 Jahren Bandgeschichte.

Nach dem Intro wird das Publikum mit dem Kracher „Ten Thousand Fists“ gleich standesgemäß abgeholt. Im ersten Drittel gibt die Band mit Ausnahme von „The Vengeful One“ Klassiker zum Besten, unter anderem von „The Game“ über „Liberate“ bis zu „Stupify“ bevor mit dem 2015er Cover „The Sound Of Silence“ der echte Gänsehautmoment aktueller Disturbed-Konzerte kommt. Wahnsinn, wie David dem Song neues Leben einhaucht.

Es folgt ein weiterer wilder Mix durch die verschiedenen Veröffentlichungen: „Inside The Fire“, „The Light“, „Stricken“ und „Indestructable“, bevor das große Finale in den beiden unvermeidlichen Überhits „Voices“ und „Down With The Sickness“ mündet.

Die Qualität der Aufnahme ist wirklich klasse, die Interaktion mit dem Publikum stimmt und die Atmosphäre eines Disturbed Konzerts kommt richtig gut rüber. Persönlich hätte ich mir noch ein etwas längeres Konzert gewünscht. Eine veränderte Songauswahl hätte dem Ganzen dann auch noch die Krone aufgesetzt: Mir fehlen „What Are You Waiting For“, „Immortalized“ und „Save Our Last Goodbye“ vom aktuellen Album. Auch „Violence Fetish“, „Warrior“ oder einen der anderen Coversongs hätte ich gerne noch gehört. Bei einer so langen Bandgeschichte können die es aber halt auch nicht jedem recht machen. Was mich jedoch am meisten wundert: Wo ist die Blu-Ray?!

Highlights
Down With The Sickness
Ten Thousand Fists
Stupify

Lowlights
Ein paar Tracks mehr wären das Sahnehäubchen gewesen

Fazit
Für jeden Disturbed-Fan ein Pflichtkauf. Steigert die Vorfreude aufs nächste Konzert mächtig.

Christopher sagt:  (8 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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