Das musste lauter!: Die Ärzte – Die Bestie in Menschengestalt

Passend zum bevorstehenden Hurricane-Festival-Auftritt am Sonntag möchte ich heute noch mal in der Erinnerungskiste von den Ärzten kramen. Bei den ganzen guten Ärzte-Alben habe ich mir das 1993er Werk „Die Bestie in Menschengestalt“ ausgesucht, welches sicher nicht das Beste Album der Ärzte ist, wohl aber ein wichtiges, da es für den Neubeginn der Band steht.

Vier lange Jahre waren die Ärzte zuvor nämlich getrennte Wege gegangen bevor sich Farin und Bela mit Bassist Rod verstärkten und per Zeitungsanzeige (Beste Band der Welt sucht Plattenfirma) einen Neubeginn in Angriff nahmen.

Die erste Single „Schrei nach Liebe“ schlug dann auch ein wie man es erwarten durfte. Bei der Thematik (über diese komischen Menschen, denen die Haare weglaufen, weil sie es auf dem dusseligen Kopf nicht mehr aushalten) und der nach wie vor großen Fanbase der Ärzte war der Erfolg wirklich keine große Überraschung. Das Album hatte aber auch noch allerhand anderer Großkaliber zu bieten. Eines meiner absoluten Lieblingslieder der Ärzte ist bis heute beispielsweise Für uns. Aber auch Songs wie Mit dem Schwert nach Polen, warum Rene?, Friedenspanzer oder Kopfüber durch die Hölle gehören zu meinen Ärzte-favourites.

Es ging aber auch überaus albern auf der Bestie zu. Man nehme nur mal so irre Songs wie Hey huh (in Scheiben) oder FaFaFa, welche wirklich noch Jahre danach auf Party-Playlisten für Lacher sorgten. Eigentlich war das Ganze Album ein großes Augenzwinkern, denn mit Schopenhauer, Die Allerschürfste, Gehirn-Stürm, Omaboy, Lieber Tee und Wenn es Abend wird waren ein halbes Dutzend Songs auf dem Album, welche eher nicht ernste Themen behandelte.

Dem gegenüber standen mit dem melancholischen Mach die Augen zu und den schon erwähnten Schrei nach Liebe, Quark und Friedenspanzer aber auch Songs, die zum Nachdenken anregten.

Es gibt mit Planet Punk und 13 sicher bessere Alben der Ärzte, aber mir hat es damals (ich war ja auch grade mal 12 Jahre alt) ganz besonders gefallen. Es ist mir jedenfalls tausendmal lieber als ein Jazz ist anders oder andere neuere Sachen.

Manuel

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1 Response

  1. Aaron sagt:

    Von der Power, Aussagekraft und dem Nostalgiefaktor her für mich persönlich schon das beste Album. Und ja, „Für uns“ auch eins meiner Lieblingslieder. Gab’s live irgendwie kaum zu hören.

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