Creeper – Eternity, In Your Arms (Review)

Creeper 😀 schöner Bandname. Erst mal grob einsortieren: Der Opener „Black Rain“ erinnert in seinen besten Momenten frappierend an das My Chemical Romance Meisterwerk „The Black Parade“. „Hiding With The Boys“ bringt Vergleiche zu den besseren Fall Out Boy Songs mit sich. Und auch AFI (erinnert sich noch jemand an das „Sing The Sorrow“ Album?) spukt bei „Eternity, In Your Arms“ immer wieder in meinem Kopf rum. Drei Bands, die allesamt großartige Songs gebastelt haben. Mit ihrem Debüt ziehen Creeper mindestens gleich, wenn nicht gar vorbei. Zumal es trotz nicht zu leugnender Parallelen immer gelingt, einen eigenen klaren, abwechslungsreichen Sound zu erschaffen, was auch und vor allem an Sänger Will Gould liegt.

Neben den catchigen Songs, wie das bereits vorab bekannte Suzanne, sticht vor allem die Ballade Misery sofort heraus. Was für ein Hammersong! Dass die Band auch agressiver kann, versteht sich von selbst, besteht sie doch aus ehemaligen Mitgliedern der Hardcore Band „Our Time Down Here“ Doch die Band kann auch agressiver, z.B. bei „Poison Pens“. Doch es wird nicht nur geschrien und geknüppelt, gerade der Song besticht auch mit seinem deutlichen Bruch. „Room 309“ knüppelt  sich mit dem mehrstimmigen Chorus ähnlich durch die knapp 3 Minuten.

Thematisch arbeitet sich das Album von vorne bis hinten an gescheiterten Beziehungen und der Sehnsucht nach der Ex ab und kommt überwiegend düster und verzweifelt daher. Nervt allerdings zum Glück nicht. Beim Song „Crickets“ wird nicht nur die Perspektive gewechselt, es wechselt auch gleich der Gesang zu Keyboarderin Hannah Greenwood. Irritiert erst, funktioniert im Albumkontext jedoch gut. Auch etwas poppunkigere Töne, wie bei „Darling“ stehen der Band gut zu Gesicht. Der einzige Song, der auch nach mehreren Durchgängen so gar nicht zünden will, ist „Winona forever“. Entlassen wird man dann mit der sanften Ballade „I Choose To Live“.

Highlights
Misery
Black Rain
Hiding With The Boys

Lowlights
Winona Forever

Fazit
Ein erfreulich frischer Sound, der dabei so vertraut klingt, dass einen das Debüt von Creeper sofort in den Bann zieht.

Christopher sagt:  (8 / 10 Punkte)

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Christopher

Christopher mag Punkrock. Der darf auch gerne irische Wurzeln oder Trompeten haben. Auch Reibeisenstimmen sind super. Hin und wieder gehen sogar Elektro- und Alternative-Spielereien. Hauptsache irgendwo versteckt sich noch eine Melodie und es wird nicht bloß rumgebrüllt.

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