Die K(l)eine-Review-Ecke Nr. 1
Wenn man sich so Tag ein Tag aus Musik anhört, um mal wieder ein Review rauszuhauen, kommt man unweigerlich an diversen Sachen vorbei, die einem nicht gefallen. Ist mir in letzter Zeit häufiger passiert. Da reicht es dann aus den unterschiedlichsten Gründen nicht für einen Beitrag. Mal ist es einfach nicht meine Musik, dann ist es mir zu schlecht, ich habe keine Lust auf Schrabbelpunk oder Post-Hardcore-Punk-Indie-Mischmasch oder bin nicht in Emo-Stimmung oder oder oder. Es fällt also das eine oder andere Gesamtwerk unter den Tisch, obwohl manch ein Song durchaus gut ist. So komplett unerwähnt möchte ich das deshalb auch nicht lassen. Daher kommt in loser Reihenfolge meine K(l)eine-Review-Ecke ins Spiel. Hier finden Bands und Songs Erwähnung, deren Alben nicht mehr unbedingt mit einem Review bedacht werden. Los geht’s:
Beim für mich insgesamt enttäuschendem Album “The National Health” von Maximo Park ist ja nicht alles schlecht. Der Opener When I Was Wild weiß während seiner 62 Sekunden zu überzeugen. Der Titeltrack The National Health ist sogar ein echt echt toller Ohrwurm. Auch Hips And Lips kann mich einigermaßen begeistern. Wäre dann noch was nachgekommen, hätte ich ein Review gemacht. Write This Down kann den Untergang zwar noch verhindern, aber richtig geil ist das schon nicht mehr. Und dann gefällt mir nix mehr so richtig. Und wenn ich erst mal alles mehr oder weniger langweilig finde, ist die Motivation, mir das ganze noch mal schön zu hören (sprich: viele weitere Hörduchgänge) auf dem absoluten Nullpunkt. Fazit: Zwei Gute Lieder, ein Intro, ein durchschnittlicher Song und 14 weitere (mit Akustikversionen) für die Tonne. Da hätte ich mit dem Geld etwas Besseres machen können.
Ein weiterer Kandidat für die K(l)ein-Review-Ecke ist Bakkushan mit “Kopf im Sturm”. Beim shoppen wurde mir das angepriesen mit den Worten “die klingen ähnlich wie Kraftklub”. Aha. Das Album fand ich ja damals ziemlich spaßig. Also gleich mal blind gekauft das Ding. Ich erinnerte mich auch noch dunkel an den älteren Song “Baby, du siehst gut aus”. Der war ja gar nicht mal schlecht. Als “Kopf im Sturm” dann los ging, war ich geplättet. Weichspülerrockalarm bei den ersten Liedern. Nix zu merken von stürmischen Rocksongs. Erst beim fünften Track kommt das ganze in Wallung. Das ist für euch ist gar nicht mal schlecht. Am besten wird’s dann aber beim härtesten Song Du nervst, weil … Fuck You – ich denke, aus diesem Lied resultierte dann auch der Kraftklub-Vergleich. Dabei ist dieser Song härter als das, was die Chemnitzer auf die Beine stellen. Schönes Ding. Kraftvoll, bißchen wütend, druckvoll und schnell. Aber das war’s dann auch. Alles in allem ganz solide deutsche Gitarrenmusik. Macht mir aber aktuell keinen Spaß. Und deshalb kein Review.
Total daneben ging der Kauf von “Heart On” der Eagles Of Death Metal. Auf dem Hurricane-Festival bin ich überraschenderweise bei der Band ein oder zwei Lieder hängengeblieben. Da hatte ich aber auch ganz gut die Lampen an. Ich hoffe einfach mal, es war ein Song wie Wannabe in L.A. – der schrabbelt sich nämlich noch ganz gut ins Gehör. Oder Prissy Prancin’, das war auch nicht schlecht. Die anderen Songs gingen mir aber so schnell gegen den Strich und auf die Nerven, dass ich es bisher nicht mal geschafft habe, das komplette Album durchzuhören. Einfach nicht mein Ding. Vor dieser Musikrichtung muss ich mich zukünftig in acht nehmen. Das bringt nichts, wir passen nicht zusammen. Damit sind wir hier bei dasmusslauter mal komplett konträr zu vielen anderen Musikseiten. Wie ich nämlich gerade lesen konnte, wird das Album fast überall ordentlich abgefeiert. Hier langt’s aktuell nicht mal zum Review
Zu guter Letzt seien hier noch LaBrassbanda erwähnt. Die habe ich ebenfalls auf dem Hurricane gesehen, fand das lustig und kaufte mir das Album “Übersee”. Das hat nicht gekickt. Also kaufte ich mir “Live in der Olympiahalle”. Da gibts dann atmosphärisch schon schön was zum Genießen. Bauersbua und Autobahn machen halt live viel mehr Spaß. Aber ein Review dazu? Das überfordert mich als norddeutschen Buben. Ganz ernsthaft.
Bißchen was vom Geschriebenen für die Ohren:
http://www.youtube.com/watch?v=U0tNfboolbA&feature=relmfu





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