Review: Banner Pilot – Heart beats pacific
“I know that I just fucked up everything and I know that nights like these might leave a scar“.
Danke Banner Pilot! Damit habt ihr schlimme durchzechte Nächte, bitterböse Kater, Blackouts und unglaublich miese Fehltritte meines Lebens passend in einen Satz untergebracht. Wenn ein Song wie Intervention mit solch einer Aussage startet bleibt man automatisch an ihm dran. Im Falle von Intervention lohnt es sich, denn dieses Lied scheint mir auf den Leib geschrieben zu sein. Weiter heißt es fast autobiografisch: „But you know sometimes, when I’m drunk on wine, I think I can change. But the morning kills the hopes and hills turn mountain range.” Ich liebe diesen Song einfach. Er macht mich traurig und froh zugleich, je nachdem welche Gefühlslage ich grade gebrauchen kann. Er steht für so vieles was ich vebockt habe und eben für Narben die ich hinterlassen habe. Gleichzeitig gibt einem der Song aber auch die Kraft es in Zukunft besser zu machen. Darüber hinaus ist das Ding auch einfach musikalisch eine Bombe und klarer Anwärter für eine Topplatzierung in first heard in 2012. Um mal ein neues Wort zu kreiiren: Intervention ist „Melancholiemotivation“ allererster Kajüte.
Banner Pilot sorgen für einen angenehmen „Hallo Wach!“-Effekt. So schön wie zu Albumbeginn bei Alchemy wurde ich seit Red City Radio nicht mehr angeschrieen. Es macht einfach ne Menge Spaß sich von dieser Wucht plattbügeln zu lassen. Ein Höhepunkt jagt den nächsten auf Heart beats pacific. Richtig fett rockt Spanish reds mit seinem eingängigen Strophen und dem krachendem Refrain. Zudem gibt’s ne Liebeserklärung zum spanischen Rotwein. Kann ich voll nachvollziehen. Finde ich ja grundsympathisch so etwas. Hat man sich an Spanish Reds satt gehört, was ne Zeit dauert oder aber auch vielleicht nie passiert, kommen mit Eraser, Calling Station, Western terminal und eigentlich auch jedem anderen Track des Albums richtige Berserker hinterher. Längen, Pausen oder gar Stillstand auf Heart beats pacific? Könnt ihr mal komplett vergessen! Hier gibt es durchgehend satt was auf die Ohrmuscheln und zwar immer auf konstant hohem Niveau.
Division street lässt das Album dann hymnisch ausklingen und mich mit einem „If I’ve had better days then they’re hard to remember. I was stuck in a bender before we met, there wasn’t anything“ grübelnd zurück. Kenne ich auch wieder irgendwoher, die Situation. Banner Pilot schaffen es einfach mir mit einfachsten Mitteln aus der Seele zu sprechen. Dafür braucht es keine tief greifenden Texte sondern nur ehrliche, bei denen man merkt, dass sie nicht nur Mittel zum Zweck sind. Ich kaufe den Jungs von Banner Pilot jedenfalls jede verdammte Zeile ab, erhebe meine müden Knochen, recke die geballte Faust gen Himmel und stimme gesanglich mit Inbrunst ein.
Zur Höchstwertung fehlen mir eigentlich nur Kleinigkeiten. Fast schon Nichtigkeiten. Es ist eigentlich nur die Tatsache, dass ich die Werke von Red City Radio oder auch I am the Avalanche noch eine ganze Ecke besser fand. Aber diese bilden für mich auch echte Ausnahme-Alben in der Geschichte von dasmusslauter. Heart beats pacific ist einfach ein Stückchen dahinter aber trotzdem supergeil und es gibt ne klare Kaufempfehlung von mir.
Highlights:
Intervention
Spanish reds
Rockt wie …..
Lowlights:
… ich suche noch …
Fazit:
My heart beats erheblich
Manuel sagt:
(9 von 10 Punkte)
Die Leser sagen:
Service (Youtube-Videos):
Intervention







(2 votes, average: 8,50 out of 10)
Sehe ich fast genauso! Habe mir das Album, jetzt schon öfters reingezogen und kann nur gutes wiedergeben! Hin- und wieder, fehlt mir ein kleines bißchen Abwechslung in der Abstimmung! Aber das ist Jammern auf hohen niveau! Mein Fazit = Unbedingt anschaffen und hören!! 9 von 10 Punkten!!!