Review: The Wonder Years – Suburbia I´ve giving you all and now I´m nothing
Okey, ich habe mich vor diesem Albumkauf überrumpeln lassen. Das gebe ich ganz offen und ehrlich zu. Es war aber auch irgendwie unfair. Da benennt sich eine Band nach einer meiner Lieblingskinderserien The Wonder Years (Wunderbare Jahre) und lässt auf dem Albumcover auch noch einen Typen im heruntergekommenen Entenkostüm in irgendeiner Vorortsstraße in Amerika sitzen. Toller Bandname, tolles Cover. Dazu noch Came out Swinging als Album-Zugpferd, welches mich annähernd überzeugt hat und zack … hatte ich das Album auch schon eingetütet ohne mich weiter informiert zu haben.
Glücklicherweise handelt es sich bei Suburbia, I´ve giving you all and now I´m nothing nun auch nicht um einen Rohrkrepierer allererster Kajüte, sondern einfach um ein größtenteils recht poppiges Rock-Punk-Album, welches immer mal wieder sehr gekonnt in Richtung Punk geht, aber halt auch zu oft im totlangweligen Pop-Teich umherdümpelt um mal bei der Ententhematik zu verbleiben.
Wie bereits erwähnt ist der beste Song mit Came out swinging sehr schnell gefunden. Hier gibt es einen sehr schnellen, mitreissenden Punksong, der direkt zum ausrasten einlädt. Tja, aber danach kommt dann leider auch schon einige Zeit gar nichts mehr was mich an den Ententeich locken würde. Sachen wie My life as a pigeon oder I won´t say the Lords prayer sind noch ganz okey und liefern neben allerlei Pop auch noch hier und da einen Fitzel echten Punk-Rock.
Auf kompletter Länge geben sich die Wonder Years aber für mich viel zu freundlich, als dass mich das in irgendeiner Weise begeistern könnte. Hier und da ne Ecke mehr Ecke … und ne Kante, ja das hätte dem Sound verdammt gut getan. Komplettiert wird dieser aalglatte Sound dann auch noch mit ein paar ganz ruhigen Akkustik-Sachen, die mich überhaupt nicht berührt haben und einfach nur dazu beitragen den eh schon größtenteils fehlenden Druck gänzlich zu nehmen.
Am Ende bleibt mit Came out swinging nur ein Song, der sich längerfristig auf meiner Playlist halten wird. Der Rest ist im ordentlichen Mittelfeld anzusiedeln. Klingt eigentlich immer okey, aber es fehlt halt an allen Ecken und Enden die Portion Rauhheit und Ideenreichtum.
Highlights:
Came out swinging
Lowlights:
Viel zu nah am Pop-Punk dfür kleine Schwestern dran
Fazit:
Statt wunderbarer Jahre gabs höchstens ein nettes Stündchen.
Manuel sagt:
(6 von 10 Punkten)
Die Leser sagen:
Service (Youtube-Videos):
Came out swinging







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